Pascal Schürpf war mit seinen beiden Toren der Matchwinner in der letzten Partie des FC Luzern gegen den FC Lugano. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
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Pascal Schürpf war mit seinen beiden Toren der Matchwinner in der letzten Partie des FC Luzern gegen den FC Lugano. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Der Goalgetter mit ungleich langen Füssen

5min Lesezeit

Pascal Schürpf hat Grund zum Strahlen: Er ist das Gesicht des FCL-Erfolgs in der Rückrunde. Experten, Musiker und Ex-Kameraden gratulieren ihm zu seinen Leistungen. Und Schürpf, immer für einen Spass zu haben, zeigt sich auch von einer ganz anderen Seite.

«Pasci» oder «Schüüüüürpf», wie der Stürmer unter Mannschaftskollegen gerufen wird, ist der Mann der Stunde beim FCL. Der 28-Jährige hat einen Lauf. In den letzten vier Ligaspielen traf er fünf Mal. «Es ist ein schönes Gefühl, wenn man für die eigene harte Arbeit belohnt wird und man gleichzeitig der Mannschaft helfen kann», kommentiert Schürpf. 

Die Nationalmannschaftspause kommt da für ihn zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Und zu allem Elend ist Schürpf im Spiel gegen den FC St. Gallen am Ostermontag auch noch gesperrt.

Pascal Schürpf bringt mit seinen Toren die Kommentatoren des FCL-Radios zum Ausflippen:

 

In den sozialen Medien erfährt man so einiges über den Basler im Diensten des FCL. «Der Schweizer Filippo Inzaghi😅», wird er auf Instagram von seinem ehemaligen Vaduz-Kollegen Simone Grippo genannt. Die italienische Stürmerlegende verweilte jeweils drei Viertel eines Spiels im Abseits, ergab sich jedoch eine Torchance, verwandelte «Pippo» eiskalt. Genau wie Schürpf in den letzten Spielen. Grippo fragt sich, warum der FCL seinen Goalgetter überhaupt noch auf dem Flügel einsetzt. 

Der Vergleich mit Thomas Müller

Schürpf selbst vergleicht sich schon lieber mit Bayern Münchens Thomas Müller. Angesprochen auf seinen Torriecher erklärte er, dass er sich jeweils Videos des Deutschen anschaue. Einen «klassischen Müller» – also ein Tor, bei dem der Stürmer den Ball mit dem Schienbein oder dem Knie irgendwie ins Tor bugsiert – haben die FCL-Fans von Schürpf bisher noch nicht gesehen.

Pascal Schürpf jubelt nach einem Treffer gegen den FC Sion.
Pascal Schürpf jubelt nach einem Treffer gegen den FC Sion. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Trotzdem fällt Schürpf mit seinen Leistungen auf. «Jetzt wird’s langsam unheimlich😎», kommentiert SRF-Experte Beni Huggel die Leistung Schürpfs. «Legende!», meint der Luzerner Musiker und bekennende FCL-Fan Henrik Belden. Ein Weiterer wünscht sich Schürpf gar an der WM im Schweizer Nati-Dress.

Schuhgrösse? Bei Schürpf gar nicht so einfach

Eine spezielle Bemerkung macht Markus Neumayr. Der Ex-FCL-Mittelfeldregisseur spielte sowohl in Luzern wie auch in Vaduz mit Pascal Schürpf zusammen. Er stellt eine Frage, die aufhorchen lässt. «Hast du endlich die richtige Schuhgrösse gefunden 😂💪🏽?» Schürpf antwortet: «Zwei verschiedene sind es immer noch👌🏼😂» Was soll das bitteschön heissen? Der FCL bestätigt: Schürpf trägt zwei unterschiedliche Schuhgrössen.

Auch sonst sei Schürpf ein lustiger Typ, haben FCL-Fans schon von mehreren porträtierten Spielern im FCL-Newsletter erfahren. Auch er selbst bezeichnet sich als «freundlich und lustig». Der Basler sorgt in der Kabine für gute Laune – eine weitere Gemeinsamkeit mit Bayerns Müller. Und etwas, was natürlich bei einem sportlichen Höhenflug besonders zum Tragen kommt. 

Wäre Schürpf nicht Fussballprofi geworden, er hätte sich als Zirkusjongleur versucht. Denn das Jonglieren ist nebst dem Toreschiessen das grösste Talent des 28-Jährigen.

 

Always ready for a call...#sypoba#memories#comebackstronger💪🏼💪🏼💪🏼

Ein Beitrag geteilt von Pascal Schürpf (@fuenfrappe) amMai 25, 2017 um 12:56 PDT

 

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