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Italienisch Schweizerisch Fusion Modern

Das futuristische Pier-41-Logo: eine Kreation des lokalen Künstlers Timon Sager vom Atelier 63.  (Bild: slam)

Bewertung:
Preiskategorie:

Von knackig-frischem Gemüse bis zu fader Pasta bekommt man im Pier 41 eigentlich alles. Unbezahlbar ist dabei vor allem eines: die Sonnenstunden auf dem vom Parkplatz zur Terrasse ummöblierten Aussenbereich. Eine durchaus spannende, und durchmischte, Auswahl für ein Mittagessen im Zentrum.

Adresse:
Baarerstrasse 41
6300 Zug

Webseite: www.pier41.ch/

Telefon: 041 728 74 04

Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag   11:00–24:00
Freitag   11:00–Open End
Samstag   geschlossen
Sonntag   geschlossen

Wir sind zu Gast in einem von EVZug Gastro betriebenen Restaurant/Bar/Lounge mitten im Zentrum von Zug. Gleich neben dem Bahnhof befindet sich der ehemalige «Glashof», das heutige «Pier 41». Die sehr lichte Glasfassade zollt der alten Adresse immer noch Tribut. Für läppische 2'500 Franken kann man hier (am Wochenende eigentlich geschlossen) vor den EVZ-Heimspielen mit bis zu 10 Personen dinieren und danach aus der Loge den Match geniessen. Bei diesem Test war allerdings sonniges und fotogenes Wetter auf der Terrasse.

Frisch auf den Tisch

Der Salat mit unseren Lieblingskürbissen, Zucchinis sowie Peperoni, Auberginen und Schalotten schmeckt frisch und knackig, angehaucht mit ganzem Rosmaringezweige. Das dazu gereichte Silser- und Vollkornbrot ist frisch, aber scheinbar nicht so frisch, wie es das Bäckersäckli, in dem es liegt, zu sein vorgibt.

Zum italienischen ‹Fusion›-Menu kommt ein ebenso mediterraner Le Volte dell'Ornellaia 2014 aus der Toskana. Dieser passt durch sein besonders leichtes Bouquet mit ein wenig säuerlicher Note. Ein passendes Glas Hauswein für ein solches Menu und mit 10 Franken je Deziliter noch einigermassen bezahlbar fürs Mittagessen.

«Finished?» – Ähm, ja.

«Finished?», fragt die aufgeschlossene Bedienung, die sich mitten in Zug auf internationale Kundschaft eingestimmt hat. Wie eigentlich immer hier sitzen neben uns nur englisch-sprechende Expats. Jeder mit einem anderen Akzent, mal osteuropäisch-russisch, mal britisch, dann wieder amerikanisch – und so ist auch die Küche aus einer Multikulti-Mélange zusammengewürfelt, wie es scheint:

Die exotische Mango-Kartoffelsuppe mit ganzen Fruchtstücken und mildkäsigem Geschmack ist dabei nur die Spitze des Eisbergsalats. Es kam noch ‹wilder›, weiter ging's mit einer Wildfleischwurst an Jägersauce als Hauptgang. Randen und etwas farblose Teigwaren liegen eher spartanisch bei. Eine Holzfällermahlzeit also, na gut, wir lassen uns den Appetit ja nicht deswegen verderben. Wir begeben uns weiter auf dieser wilden kulinarischen Feld-Wald-und-Wiesen-Fahrt.

Etwas Faserig-Fruchtiges konnte in der Jägersauce entlarvt werden. Sind es frische Pflaumen? Die Küche bestätigt die fruchtige, aber perfekt passende Extravaganz. Die eher faden Fusilli mit undefinierbaren aromatisierenden Gewürzen schmeckten, als seien sie ganz kurz unter das grillierte Gemüse gemischt worden. Das Konzept: zumindest fraglich? Bestimmt gibt es an den anderen Adressen der 2009 gegründeten EVZ Gastro Schmackhafteres und Saftigeres: Wir bezahlen nach dem Kaffee und schreiben uns die «67 Sportsbar», das Zunfthaus Kreuz oder ein nächstes EVZ-Heimspiel in die Agenda ein. Das Fazit unseres Tests in Anlehnung an ein bekanntes Sprichwort und die geschmacklosesten Fusilli in diesem Jahr: Wein im Pier, das rat' ich dir. Was nicht fein, das lasse sein.

Preis/Leistung
Die Preise sind angemessen für das Zuger Stadtzentrum. Das Preis-Leistungs-Verhältnis kann nicht ganz mit anderen Küchen mithalten.
*** von ***** 

Service
Das Personal war anfangs nachlässig, was den Terassenservice betrifft. Die zuständige Kellnerin war dann aber durchaus freundlich und richtete ihre Blicke stets zu den Gästen.
*** von ***** 

Online-Faktor
Einfache Reservation online. Auch das Menu ist sehr übersichtlich dargestellt, nach Wochentag. Die Getränkekarte ist ebenso zugänglich.
**** von *****

Autor: Redaktion zentralplus, 10. Oktober 2016

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