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Schweizerisch
Bewertung:
Preiskategorie:

Wer eine riesige Auswahl sucht, ist hier am falschen Ort: Die Luzerner Kulturbeiz «Meyer» serviert jeden Mittag ein bestechend einfaches Menü. Und von den Kunst an den Wänden bis zu den Zutaten im Teller: Fast alles kommt hier aus der Region.

Adresse:
Bundesplatz 3
6003 Luzern

Öffnungszeiten:

Montag-Samstag: 08.00 – 00.30 Uhr

Wer eine riesige Auswahl sucht, ist hier am falschen Ort: Die Luzerner Kulturbeiz «Meyer» serviert jeden Mittag ein bestechend einfaches Menü. Und von den Kunst an den Wänden bis zu den Zutaten im Teller: Fast alles kommt hier aus der Region.

Wie fast immer läuft gute Musik im Meyer am Bundesplatz, als wir eintreten, ist ja schliesslich eine Kulturbeiz. Doch der Leitgedanke «Lokales ist Programm» trifft heute auf die Musik nicht zu: Es laufen die Beatles, zu denen es sich aber treffend dinnieren lässt.

Bei Speis und Trank nimmt man es mit dem Lokalen aber glücklicherweise sehr genau: Fleisch vom Ueli-Hof, Gemüse vom Dattenberg oder Markt, Fisch aus Meggen und Glacé von einem Sempacher Bauernhof.

Mittwochs immer auch vegan

Das Restaurant «Meyer» wird geführt von Domi und Fiona Meyer und hat am heutigen Standort am Bundesplatz im September 2014 eröffnet. Zuvor war man im viel kleineren Lokal in der Winkelriedstrasse, wo heute das Houdini einquartiert ist.

Das Wasser steht in einer Karaffe schon auf dem Tisch. Der Erlös geht an die Luzerner Non-Profit-Organisation «Wasser für Wasser», ist aber im Preis inbegriffen. Das «Meyer» ist gut besucht, die Atmosphäre entspannt. An den Wänden hängen die witzigen und knalligen Porträts «Unselfies» vom Martin Baumgartner sowie jede Menge gerahmte Bilder, unter anderem von Luzerner Bands.

Sämi Gallati, ein Luzerner Service-Urgestein, der seinen Job immer noch mit viel Hingabe erledigt, erklärt das Menü: eine Curry-Kartoffel-Suppe, dazu selbst gemachtes Brot. Dann als Hauptgang eine regionalisierte Version des indonesischen Nationalgerichts Nasi Goreng – entweder mit Bio-Poulet oder Tofu. Denn mittwochs gibt es immer eine vegane Speise (donnerstags jeweils Burger, freitags Fisch).

Nicht zu üppig und nicht mickrig

Die Suppe ist ein schmackhafter und frischer Appetitanreger, die Portion nicht zu üppig, so dass man das kommende Menü noch gut leisten kann. Leider kommt dann das «Nasi» (=Reis) eine Spur zu schnell, ich bin mit meiner Suppe noch nicht ganz fertig.

Der Hauptgang bietet einen schönen Anblick – eine gute Portion, nicht zu üppig, nicht zu mickrig. Das Nasi Goreng ist saftig, frisch und ganz schön scharf und als Kontrast mit einer süsslichen Sauce. Ob mit Poulet oder Tofu, beide Menüvarianten überzeugen unsere Gaumen.

Nach dem Hauptgang bin ich satt, es reicht noch für einen starken Espresso. Wer grösseren Hunger hat, für den hat’s stets Kuchen, Wähen oder Muffins. Oder man beisst – ganz profan – in einen Morenkopf. Und wenn man denn nicht wieder zur Arbeit müsste, bietet das «Meyer» eine schöne Auswahl an Schweizer Bieren, Weinen oder Edelbränden.

Preis und Leistung
Der Menü kostet 21 Franken (mit Fleisch) oder 19 (vegan) – inklusive Suppe und Leitungswasser. Da ist nichts instant oder von weit her – wer aber eine grosse Auswahl will, muss woanders hin. Das Essen hat prima geschmeckt, untertags ist das Lokal rauchfrei.
*** von *****

Service
Das Menü wird mündlich vorgetragen, das ist sympathisch. Der Service ist sachlich und aufmerksam, freundlich, aber nicht überfreundlich. Das Menü kommt eine Spur zu schnell.
*** von *****

Ambiente
Natürlich: Der Verkehr von der Langensandbrücke und vom Bundesplatz braust dicht vor den Fenster durch (trotzdem sind auch die Aussenplätze oft gut besucht), doch drin ist’s warm und tagsüber ruhig, abends ist es lauter und rauchiger.  An Donnerstagen und Wochenenden gibt’s Live-Musik.
*** von *****

Online-Faktor
Schöne, minimalistische Website mit dem Wichtigsten in Kürze. Dazu nützt das «Meyer» rege Facebook. Vor allem, um Menüs und Veranstaltungen anzupreisen, Neuerungen bekanntzugeben aber auch mal, um sich über ein gestohlenes Bild (!) zu beschweren.
*** von *****

Autor: Jonas Wydler, 1.6.2016

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