Manuela Pally ist die neue Wirtin des Hintergeissbodens.
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Manuela Pally ist die neue Wirtin des Hintergeissbodens.

Auf dem Hintergeissboden pfeift ein frischer Wind

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Seit Anfang Dezember ist das Restaurant Hintergeissboden auf dem Zugerberg wieder geöffnet. Die neue Wirtin Manuela Pally und ihr Team setzen auf Tagesmenüs, Glühwein und den Kiosk auf der Terrasse.

Leonard Flach

Das Restaurant Hintergeissboden auf dem Zugerberg ist wieder geöffnet. Manuela Pally hat gut einen Monat nach der Schliessung übernommen und den Betrieb von der Besitzerin Korporation Zug gepachtet.

Pally bringt Erfahrung aus der Berggastronomie mit, denn sie hat schon mehrere Jahre im Restaurant Mostelberg auf dem Sattel-Hochstuckli serviert. Der Zugerberg ist für sie jedoch keine fremde Welt. In den vergangenen zwei Jahren hat sie im Hintergeissboden ausgeholfen. Darum ist ihr bewusst, dass gewisse Abläufe überdacht werden müssen.

«Im Winter gibt es nichts Gemütlicheres als ein Fondue.»

Manuela Pally, Wirtin Hintergeissboden

Die neue Wirtin freut sich auf die Herausforderung auf dem Zugerberg: «Wir werden alles geben, damit es hier oben klappt.» Es sei der Kontakt mit den Leuten, der ihr immer wieder Freude bereite. «Man gibt etwas und man bekommt sehr viel zurück. Das ist das Schönste an der Arbeit», fügt sie an. Dazu kämen die Nähe zur Natur und die entspannte Stimmung auf dem Berg.

Das Restaurant Hintergeissboden im Wintermantel.
Das Restaurant Hintergeissboden im Wintermantel. (Bild: Korporation Zug)

Die frischgebackene Wirtin freut sich auf die kalte Zeit. «Im Winter gibt es nichts Gemütlicheres als ein Fondue», sagt Pally über die Spezialität des Hauses. In den nächsten Wochen erwartet sie viele Wintersportler: «Hier oben haben wir eine sehr schöne Langlaufloipe und es gibt auch viele Routen für Winterwanderungen.»

«Es ist uns wichtig, unsere Gerichte mit regionalen Produkten zuzubereiten.»

Manuela Pally, Wirtin Hintergeissboden

Neben der traditionell gutbürgerlichen Küche möchte man neu auch Tagesmenüs anbieten. Dadurch möchte die neue Wirtin den Stammgästen mehr Abwechslung bieten. Ausserdem achte man auf die Qualität und Herkunft der Zutaten: «Es ist uns wichtig, unsere Gerichte mit regionalen Produkten zuzubereiten und die lokalen Lieferanten zu berücksichtigen», sagt Manuela Pally.

Platz für Neues

In Zukunft werde man an gewissen Tagen auch den Kiosk auf der Terrasse bedienen. Dieser habe seit Langem keine Verwendung gefunden. Der Kiosk hilft den Service zu entlasten und einen grösseren Kundenandrang zu bewältigen, so Manuela Pally.

Weiter könne neu Glühwein für Gruppen vorbestellt werden. «Heute Abend hat sich eine Gruppe Studenten angemeldet, die zum Glühweintrinken vorbeikommt», sagt Pally lachend. Die Mischung sei bis jetzt gut angekommen. 

Wie bisher und auch über die Festtage ist das Restaurant Hintergeissboden jeweils am Montag und Dienstag geschlossen.

Vom Gaumerhaus zur Bergwirtschaft Hintergeissboden

Der Zugerberg war schon immer ein beliebtes Wandergebiet. Vor allem der Weg über den Hintergeissboden zum Alpli-Wildspitz war eine bekannte Strecke. Das alte Gaumerhaus im Hintergeissboden wurde über die Jahre hinweg ein gut besuchter Rastort für Wanderer. Die Korporation Zug engagierte einen Gaumer, der sich um die Arbeit auf dem Grundstück kümmerte. Ausserdem sorgte sich dieser neben seinen Verpflichtungen um die Verpflegung der Berggänger. So entstand vor über 80 Jahren das Bergrestaurant Hintergeissboden. Im Jahr 1941 entschied sich dann die Korporation Zug, den Hintergeissboden langfristig zu verpachten. 1998 beschloss man den Neubau einer Bergwirtschaft und somit die Trennung des Restaurants vom Landwirtschaftsbetrieb. 

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