Das Restaurant Aesch in neuem Gewand. (Bild: Facebook Restaurant Aesch)
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Das Restaurant Aesch in neuem Gewand. (Bild: Facebook Restaurant Aesch)

Was sich im Restaurant Aesch mit der Neueröffnung ändert

5min Lesezeit

Über zweieinhalb Jahre lang war es ruhig rund um die Rebberge am Walchwiler Hang. Doch nun lädt das Restaurant Aesch wieder zum Essen ein. Der neue Wirt Daniel Hürlimann will dabei den Spagat zwischen moderner Einrichtung und bewährtem Küchenkonzept schaffen.

Das Restaurant Aesch in Walchwil öffnet am Freitag nach über zweieinhalb Jahren seine Pforten und nimmt den Betrieb wieder auf. Wirt Daniel Hürlimann hat das Lokal in Folge eines Generationenwechsels von Otto Hürlimann übernommen.

Doch das Haus befindet sich schon viel länger in den Händen der Familie Hürlimann – genauer gesagt seit 1869. Vor Daniel haben bereits vier Hürlimann-Generationen das Restaurant geführt. Mit dem Generationenwechsel geht ein Einschnitt in die Aesch-Historie einher. Denn der dazugehörige Hoteltrakt wurde verkauft.

Das neue Restaurant Aesch bittet zu Tisch.
Das neue Restaurant Aesch bittet zu Tisch. (Bild: Facebook Restaurant Aesch)

130 Jahre lang beherbergten die Hürlimanns Gäste im Hotel hoch über dem See (zentralplus berichtete). Laut Daniel Hürlimann werde der Hotelbetrieb aus wirtschaftlichen Gründen nicht weitergeführt. Es sei gewissermassen eine Rückkehr zu den Wurzeln, haben die Hürlimanns ursprünglich doch nur mit einem Bauernhof begonnen, der später in einen Landgasthof umgewandelt wurde. Die Wohnungen im Restauranthaus hingegen sind vermietet. Einer der Bewohner: Daniel Hürlimann mit seiner Familie.

Ein Start ohne Aufwärmen

Er freut sich auf den Abend der offenen Tür am Vorabend der Eröffnung. Nur fällt es ihm schwer abzuschätzen, wie viele Walchwiler überhaupt kommen werden. «Ich rechne mit rund 200 Leuten», sagt er. «Es können aber auch mehr werden.»

«Es war Zeit für einen Neuanfang.»

Daniel Hürlimann, Wirt Restaurant Aesch, Walchwil

Am Samstag wird die Aesch dann offiziell wiedereröffnet. Für das siebenköpfige Team geht es gleich von 0 auf 100. «Wir dürfen am Mittag eine Klassenzusammenkunft bewirten und abends eine Hochzeitsgesellschaft», erzählt Hürlimann. Obwohl sie schon sehr weit seien, müssten bis dann noch ein paar Kleinigkeiten erledigt werden.

Ein neues Gewand

Ein baufälliges Haus, dazu ein Generationenwechsel – da entschied sich die Familie Hürlimann für einen radikalen Schnitt, was den Umbau des Restaurants anbelangt. «Es war Zeit für einen Neuanfang», hält Daniel Hürlimann fest. Und so blieb kaum ein Stein auf dem anderen.

«Wir wollten einen Mix aus modernen und alten, aufgewerteten Möbeln schaffen.»

Daniel Hürlimann

Die Einrichtung des Restaurants kommt nun sehr modern daher. Dazu gibt es einen eigenen Saal, der durch Schiebewände weiter unterteilt werden kann. «Die Räumlichkeiten dienen als Seminarräume für maximal 150 Personen», erzählt Hürlimann. Ausserdem seien Vorstandssitzungen, GVs, Familienbankette oder Festanlässe dort möglich. Auch die Terrasse erlebte eine komplette Generalüberholung und kommt in neuem Gewand daher.

Keine Experimente in der Küche

Bei allen Neuerungen sollen die Gäste trotzdem noch das Gefühl haben, in der Aesch zu sitzen. So wurde eine Ecke mit Erinnerungsstücken aus dem alten Lokal eingerichtet. Hürlimann beschreibt die Einrichtung folgendermassen: «Wir wollten einen Mix aus modernen und alten, aufgewerteten Möbeln schaffen.»

Kein Zweifel: In der Aesch steht bereits die Wildsaison an.
Kein Zweifel: In der Aesch steht bereits die Wildsaison an. (Bild: Facebook Restaurant Aesch)

Was die Speisekarte anbelangt, wird das Aescher Rad nicht neu erfunden. Es soll währschaft bleiben, wobei Gerichte mit Fischen aus dem Zugersee weiterhin prominent auf der Karte vertreten sein werden. Die Preise sollen sich in einem ähnlichen Rahmen bewegen wie bisher.

Doch mit der Eröffnung stehen nicht Egli und Felchen im Vordergrund, sondern Reh und Hirschpfeffer. Hürlimann verrät: «Bei uns beginnt die Wildsaison bereits mit der Eröffnung am 1. September.» Bis dann hat die Bevölkerung jedoch am Freitagabend erst mal Zeit, sich selbst ein Bild der neuen Aesch zu machen.

So vieles auch neu sein mag. Die Aussicht auf den Zugersee bleibt.
So vieles auch neu sein mag. Die Aussicht auf den Zugersee bleibt. (Bild: Facebook Restaurant Aesch)

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