Wie es für das Wirtepaar um Franck Eschmann und Denise Rüegg weitergeht, ist noch unklar. (Bild: Screenshot SRF)
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Wie es für das Wirtepaar um Franck Eschmann und Denise Rüegg weitergeht, ist noch unklar. (Bild: Screenshot SRF)

Das Rössli in Hünenberg sucht neues Wirtepaar

3min Lesezeit

Der Landgasthof Rössli ist aus Hünenberg nicht wegzudenken. Doch schon bald muss sich das Wirtepaar Denise Rüegg und Franck Eschmann vom Traditionsrestaurant verabschieden. Inhaber Max Bütler sucht einen Nachfolger, was sich als nicht einfach gestaltet.

Seit 250 Jahren steht das weisse Haus im Hünenberger St. Wolfgang. Von aussen eher unscheinbar, verbirgt sich darin der Landgasthof Rössli. Seit sieben Jahren bilden Denise Rüegg und ihr Partner Franck Eschmann dort das Wirtepaar. Doch Ende Jahr ist Schluss. Denn Rüegg und Eschmann müssen sich gezwungenermassen vom Landgasthof trennen. Der Grund seien gesundheitliche Probleme.

Chef de Service Franck Eschmann blickt auf «eine schöne Zeit» zurück. «Wir waren gerne hier und werden es auf jeden Fall vermissen», sagt der gebürtige Elsässer. Vermisst werden sie wohl auch von von ihren Gästen. Bekannt ist das Lokal für seine frische, vielfältige Küche zu fairen Preisen.

«Wir haben vor, mit der Region Zug verbunden zu bleiben.»

Franck Eschmann, Wirt Landgasthof Rössli

In Zermatt zusammengefunden

Kennengelernt haben sich der Franzose und die Luzernerin auf dem Gornergrat in Zermatt, wo Rüegg drei Jahre lang Küchenchefin war. Davor war sie etwa in Ascona, Losone und dem Montana in Luzern als Köchin tätig und arbeitete zusätzlich als Instruktorin an der Hotelfachschule in Zürich.

Das Kochen ist für die 38-Jährige bereits seit 20 Jahren Hobby und Beruf zugleich. Franck Eschmann studierte ursprünglich Transportwesen und Psychologie in Strasbourg, bevor es ihn als Serviceangestellten auf den Gornergrat verschlug.

Der Landgasthof Rössli hatte im Rahmen der Sendung «mini Beiz, dini Beiz» auch schon einen Fernsehauftritt.
Der Landgasthof Rössli hatte im Rahmen der Sendung «mini Beiz, dini Beiz» auch schon einen Fernsehauftritt. (Bild: Screenshot SRF)

Das Transportwesen spielte auch eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, wie das Rössli zu seinem Namen kam. Da es an der Verbindungsstrasse zwischen Luzern und Zürich lag, diente es als Zwischenstopp für Ross und Reiter, die sich verpflegen und schlafen konnten. Heute bietet die Terrasse einen weiten Ausblick auf den Rainmatterwald und den nahegelegenen Aargau.

Der Landgasthof Rössli Hünenberg

Das weisse Gebäude hat bereits ein Vierteljahrtausend auf dem Buckel. Auch die Einrichtung ist teilweise schon über 200 Jahre alt. Vor 16 Jahren wurde das Haus jedoch renoviert.

Das Transportwesen spielte eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, wie das Rössli zu seinem Namen kam. Da es an der Verbindungsstrasse zwischen Luzern und Zürich lag, diente es als Zwischenstopp für Ross und Reiter, die sich verpflegen und schlafen konnten. Heute bietet die Terrasse einen weiten Ausblick auf den Rainmatterwald und den nahegelegenen Aargau.

Noch ist Vieles offen

Für den Abschied Ende Jahr sei noch nichts Konkretes geplant, sagt Eschmann. Auch was die Zukunft anbelangt, sei noch nichts spruchreif. «Wir haben aber vor, mit der Region Zug verbunden zu bleiben», lässt der 36-Jährige verlauten. Eschmann lobt die Zusammenarbeit mit Max Bütler, dem Inhaber des Landgasthofs Rössli. Dieser sei stets fair gewesen und lasse sich regelmässig am Stammtisch blicken.

Bütler selbst bedauert den Abgang des Wirtepaars. «Denise Rüegg ist eine gute Köchin, nur eben leider gesundheitlich angeschlagen.» Die Suche nach einem Nachfolger gestalte sich nicht ganz einfach. Gewünscht wären Gastgeber mit mehrjähriger Erfahrung, wobei ein Wirtepaar ideal sei.

«Ich habe bereits in einigen Zeitungen inseriert. In ein paar Tagen kommen Interessenten vorbei.» Dies nicht zum ersten Mal. Ob die bisherigen potenziellen Wirte in die engere Auswahl kommen, sei noch offen.

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