Das Angebot ist riesig. Die Burger kommen aus der ganzen Welt. Auch aus Peru wie an diesem Stand am Festival in Zürich. (Bild: zvg)
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Das Angebot ist riesig. Die Burger kommen aus der ganzen Welt. Auch aus Peru wie an diesem Stand am Festival in Zürich. (Bild: zvg)

Luzern wird für drei Tage zum Burgerparadies

6min Lesezeit

Diesen März wird die Messe auf der Luzerner Allmend zum Schlaraffenland für Burgerliebhaber. Das erste Luzerner Burgerfestival öffnet für drei Tage seine Tore. Gut 20 Anbieter werden um die Gunst der Gäste buhlen. Der Veranstalter rechnet mit Tausenden Besuchern.

Burger sind hip und trendig. Überall werden sie mittlerweile angeboten. Die Restaurants und Köche überbieten sich förmlich mit neuen Kreationen. Burger sind momentan aus dem gastronomischen Angebot kaum mehr wegzudenken.

Dem Burger werden mittlerweile auch eigene Grossevents gewidmet. Vom 2. bis 4. März nun auch in Luzern. Anfang März geht in der Messe auf der Allmend das erste Luzerner Burgerfestival über die Bühne.

Riesiges Angebot …

Initiant des grossen Burgerfestivals ist Oliver Oetjen mit seiner Event- und Catering-Firma. Oetjen veranstaltet verschiedene grosse Gastroevents in der ganzen Schweiz. Darunter zahlreiche Streetfood-Festivals.

Doch wieso jetzt ein eigenes Burgerfestival? «Wir wurden bei einigen Streetfood-Festivals von Anfragen für Burgerstände überrannt», erklärt Oetjen. Die Burger hätten die anderen Angebote fast zu verdrängen gedroht.

Man musste immer mehr interessierte Anbieter abweisen, um die Vielfalt der Streetfood-Festivals nicht zu gefährden. Dies sei eigentlich schade, so Oetjen, da die Anbieter ja durchaus etwas zu bieten hätten.

«Von Tibet über Japan und Mexiko bis Argentinien werden Burger in Anlehnung an die heimische Küche zubereitet.»

Oliver Oetjen, Organisator des Burgerfestivals

Da das Angebot und die Nachfrage enorm zu sein scheinen, habe man sich schliesslich gedacht: «Wieso eigentlich nicht einmal ein spezielles Burgerfestival?», erinnert sich Oliver Oetjen. Der erste Versuch wurde im vergangenen Jahr gemacht.

… und grosse Nachfrage

«Die Veranstaltungen in Zürich und Winterthur waren ein riesiger Erfolg», so Oetjen. Zwischen 12’000 und 20’000 Personen konnte man an beiden Orten in die Festhallen locken.

«Wir rechnen auch in Luzern mit insgesamt rund 12’000 Gästen», sagt der Organisator. Er zeigt sich optimistisch, dieses Ziel zu erreichen. «Innerhalb weniger Stunden haben sich fast 3’000 Personen auf Facebook als interessiert gezeigt», sagt er stolz. Mittlerweile kratzt man an der 4’000er-Marke.

Ob es zwischen dem 2. und 4. März auf der Allmend auch so aussehen wird? Grosser Andrang am Festival in Zürich.
Ob es zwischen dem 2. und 4. März auf der Allmend auch so aussehen wird? Grosser Andrang am Festival in Zürich. (Bild: zvg)

Am Freitag- und Samstagabend rechnet Oetjen denn auch mit vollem Haus. Dazu beitragen sollen auch die DJs, die für Stimmung sorgen werden.

«Man kann bei uns mit einem Burger gut in den Ausgang starten und danach weitergehen», so Oetjen. Zwischen 1’500 und 1’800 Besucher sollen es an den Abenden jeweils sein. Dies ist die für diesen Anlass maximal zulässige Belegung der Halle 4 auf der Allmend. Weiter hofft Oetjen, dass tagsüber auch zahlreiche Familien den Weg auf die Allmend finden werden. Der Eintritt ist frei.

Nicht nur Gaumenfreuden: Wie bereits in Zürich wird's auch in Luzern etwas auf die Ohren geben.
Nicht nur Gaumenfreuden: Wie bereits in Zürich wird’s auch in Luzern etwas auf die Ohren geben. (Bild: zvg)

Internationalität im Zentrum

Der Burger habe sich heute in den Küchen dieser Welt etabliert. «Von Tibet über Japan und Mexiko bis Argentinien werden Burger in Anlehnung an die heimische Küche zubereitet und verzehrt», erklärt Oetjen. Die so entstandene Vielfalt unterschiedlichster Burgervariationen wolle man den Gästen an den Festivals zugänglich machen.

«Die frischen und qualitativ hochwertigen Produkte lassen die Leute ungenierter zugreifen.»

Paulo Alves, Geschäftsführer «Jeff’s Burger» Luzern

Der Reichtum an verschiedenen Angeboten offenbart sich nur schon beim Blick auf das dafür verwendete Fleisch. «Strauss, Büffel oder Angus sind nur eine Auswahl», so Oejten. Auch Halal-Burger seien auf den Festivals mittlerweile anzutreffen. Gesamthaft werden auf der Allmend rund 20 Stände und Burgertrucks «Eingeklemmte» unter die Leute bringen. Gut 50 verschiedene Burgerkreationen warten auf die Burgerliebhaber.

Burger kommen weg vom Fastfoodimage

«Burger waren bei den Leuten schon immer beliebt», sagt Paulo Alves, Geschäftsführer des Luzerner Burgerrestaurants «Jeff’s Burger». Auch er selber bekomme manchmal Lust auf einen herkömmlichen Hamburger von Mc Donald’s oder Burger King.

Den Hype, der rund um den Burger entstanden ist, erklärt er sich dadurch, dass die Leute heute nicht mehr wie früher zögern, wenn sie die Lust nach einem Burger packt. «Die frischen und qualitativ hochwertigen Produkte, die heute in vielen Burger verwendet werden, lassen die Leute viel ungenierter zugreifen», vermutet Alves.

«Fastfood boomt. Die modernen Burger tragen ihren Teil dazu bei», sagt Alves. Denn obwohl der Burger an und für sich eigentlich nach wie vor ein Fastfoodprodukt sei, habe er heute nicht mehr viel mit dem herkömmlichen Schnellimbiss zu tun. «Es ist längst nicht mehr einfach Fleisch mit ein wenig Brot und einer Essiggurke», sagt Paulo Alves.

«Man weiss, was drin ist»

Die Leute würden jeweils gespannt in die offene Küche des «Jeff’s Burger» gucken und bei der Herstellung der Burger zusehen. «Man weiss, was drin ist», so Alves. Dies würde die Gäste schätzen. «Jeff’s Burger» wird selber nicht am Burgerfestival teilnehmen.

Welche Burgerkreationen auf der Allmend auf Sie warten, sehen Sie in der Bildstrecke:

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