Der Bahnhof Zug bietet zahlreiche Kaffee-Möglichkeiten. (Bild: sib)
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Der Bahnhof Zug bietet zahlreiche Kaffee-Möglichkeiten. (Bild: sib)

Wo Zuger Pendler günstig zum Kaffee kommen

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Praktisch an jeder Ecke in und um den Zuger Bahnhof lässt sich Kaffee für unterwegs bestellen. Umso schwerer fällt die Wahl, wo man sich nun sein Heissgetränk besorgen soll. zentralplus weiss, wo es den günstigsten «coffee to go» gibt – und wo man ganz schön tief in die Tasche greifen muss.

In acht Minuten fährt der Zug. Zuvor schnell noch einen Kaffee holen, um überhaupt richtig wach zu werden. So geht es vielen Pendlern. Auch in Zug. Doch welche ist die richtige Adresse für den morgendlichen Koffeinschub aus dem Pappbecher? Denn die Preisunterschiede sind beträchtlich. Verglichen werden dabei normaler Kaffee und Espresso, auch wenn die Inhaltsmenge pro Becher variiert. Der Vergleich fällt unabhängig von der Qualität aus, denn über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.

1. Starbucks: ab 4.70

Inzwischen der Klassiker schlechthin und entsprechend auch in Zug mehrfach präsent. Sowohl im Bahnhof, als auch im Metalli ist der amerikanische Riese vertreten. Es verhält sich mit der Marke aus Seattle ähnlich wie mit Apple: Für die einen ist er schon fast zu einer Ersatzreligion geworden, die anderen verteufeln ihn. Dazwischen gibt es nicht viel. Doch beim Preis können wir uns an die Fakten halten. Ein normaler schwarzer Kaffee kostet 4.70 Franken. Einen Espresso Doppio, also einen Doppelten, gibt es für 4.90 Franken. Es liegt die Vermutung nahe, dass es billiger geht.

2. Yooji’s: ab 4.50

Letzten August wurde die Yooji’s-Filiale im Zuger Bahnhof wiedereröffnet. Sie befindet sich direkt beim Ausgang Metalli. «Da es bereits zur morgendlichen Rush Hour geöffnet ist, kann man sich hier auch wunderbar mit Kaffee und Snacks versorgen (…)», steht auf dem Blog des Sushi-Spezialisten geschrieben. Das ist sicher richtig. Ob dies bei einem Preis für 4.50 Franken für Kaffee und Espresso jedoch die erste Adresse dafür ist, ist eine andere Frage. Dafür fällt der Aufpreis von 1 Franken für einen doppelten Espresso vergleichsweise human aus.

Bei Yooji's gibt es nicht nur Sushi.
Bei Yooji's gibt es nicht nur Sushi. (Bild: sib)

3. Spettacolo: ab 4.40

Auch das Caffè mit dem Kolosseum im Logo gehört zur Grundausstattung eines jeden grösseren Schweizer Bahnhofs. 1999 gegründet, ist die Valora-Tochter in Zug mit einem kleinen Häuschen beim Eingang Bahnhofplatz präsent. Drei Stehtischchen müssen als Ausstattung reichen. Sitzgelegenheiten braucht es für den Pendler in Eile sowieso nicht. 4.40 Franken sind für einen Kaffee «regular» zu berappen. 5.40 sind es für einen «large». Beim Espresso sieht es ähnlich aus: 4.40 Franken respektive 5.40 für einen Doppelten.  

4. Speck: ab 3.60

Das traditionsreiche Zuger Familienunternehmen ist in Zug mehrfach vertreten. Am bahnhofsnächsten ist das Confiserie-Café an der Alpenstrasse 12. Jedem Zuger dürfte wohl das «Speckli» oder das «Zugerli» ein Begriff sein. Auch das Speck, inzwischen in vierter Generation geführt, hält es einfach mit den Preisen: Jeweils 3.60 Franken für einen Kaffee oder Espresso «to take away». Obwohl ein Familienunternehmen, schlägt es preislich also die oben genannten Kaffeeketten.

 

Darf es zum Kaffee noch ein «Speckli» sein?
Darf es zum Kaffee noch ein «Speckli» sein? (Bild: sib)

5. Migros: ab 3.30

Die Take-away-Filiale der Migros im Metalli ist zugegebenermassen nicht die nächstgelegene Option. Doch wenn der Zug ein paar Minuten Verspätung hat, reicht es allemal. Und dies kommt bekanntlich nicht selten vor. Auch hier ist der Preis für Kaffee und Espresso mit 3.30 Franken einheitlich. Der Aufpreis für einen doppelten Espresso beträgt 1.20 Franken.

 

Der Migros take away liegt im Metalli.
Der Migros-Take-away liegt im Metalli. (Bild: sib)

6. Coop: ab 3.20

Wenn Starbucks im und um den Zuger Bahnhof omnipräsent ist, gilt dies erst recht für Coop. Seit letztem Jahr sind es drei Filialen im Bahnhof: Neben einem klassischen Coop auf Gleisebene gibt es auf gleicher Ebene auch noch einen Coop to go und seit Mai auf Stadtebene eine Karma-Filiale, wo ausschliesslich vegetarische und vegane Produkte angeboten werden.

Da Kaffee in diese Kategorie fällt, kommen Kaffeegeniesser auch hier auf ihre Kosten. Neben Trendgetränken wie dem veganen Golden Latte gibt es auch einen herkömmlichen Kaffee sowie einen Espresso für 3.20 Franken. Für den Coop to go gelten dieselben Preise. In der «normalen», ursprünglichen Filiale gibt es kein To-go-Angebot. Fazit: Der Preis bewegt sich in einem angemessenem Rahmen und auch hier nehmen sich Migros und Coop nicht viel.

 

Ob sich billiger Kaffee auf das Karma auswirkt?
Ob sich billiger Kaffee auf das Karma auswirkt? (Bild: sib)

7. Meier Confiserie: ab 3.00

In unmittelbarer Nähe zum Confiserie-Café Speck an der Alpenstrasse liegt die Albert Meier Confiserie. Dort, wo es nach eigener Aussage «die echte Zugerkirschtorte» gibt. Direkt am Bahnhofplatz liegend, ist sie auch für Pendler eine ernsthafte Alternative. Preislich kann sich das in zweiter Generation geführte Familienunternehmen ebenfalls sehen lassen: jeweils 3 Franken für Kaffee und Espresso. Und das allmorgendliche Gedränge ist bestimmt weniger gross als bei anderen Kaffeeanbietern auf dieser Liste.

8. Burger King: ab 2.90

Bei «coffee to go» kommt einem der Hamburgergigant vielleicht nicht gerade als Erstes in den Sinn. Doch einerseits gibt es auch dort das braune Heissgetränk im Pappbecher zum Mitnehmen. Und andererseits wurde letztes Jahr eine Burger-King-Filiale an der Baarerstrasse in direkter Bahnhofsnähe eröffnet. Der Kaffee stammt von der italienischen Marke Piazza D’Oro. Doch wie goldig sind die Preise? Einen kleinen Kaffee gibt es für 2.90 Franken und einen mittleren für 3.90. Beim Espresso sind es 3.50 respektive 4.50.

9. Brezelkönig: ab 2.90

Ein weiteres Unternehmen der Valora-Gruppe. Wie Starbucks ist auch der Brezelkönig im Bahnhof und Metalli vertreten. Während das Unternehmen in seinem Kerngebiet Brezel so gut wie konkurrenzlos ist, sieht es auf dem Kaffeemarkt anders aus. Preislich jedenfalls spielt das Unternehmen mit der Krone im Logo vorne mit. Jeweils 2.90 Franken für Kaffee und Espresso. Die unmittelbare Gleisnähe macht den Brezelkönig zusätzlich attraktiv. Der meist grosse Andrang hingegen weniger.

Der Brezelkönig spielt preislich ganz vorne mit.
Der Brezelkönig spielt preislich ganz vorne mit. (Bild: sib)

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