Bewusste Ernährung scheint auch in Zug gut anzukommen. Der Coop jedenfalls ist zufrieden mit den Zahlen der neuen Karma-Filiale.
  (Bild: wia)
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Bewusste Ernährung scheint auch in Zug gut anzukommen. Der Coop jedenfalls ist zufrieden mit den Zahlen der neuen Karma-Filiale.   (Bild: wia)

Gutes Karma? Pilotversuch am Zuger Bahnhof geglückt

2min Lesezeit

Vor rund drei Monaten hat Coop seine erste Karma-Filiale am Bahnhof Zug eröffnet. Der Laden, der insbesondere Veganer, Vegetarier und Flexitarier anziehen soll, scheint bei den Zugern zu funktionieren. Die Zwischenbilanz ist gut. So gut, dass bald ein zweiter Laden eröffnet wird.

Bahnhof Zug, Dienstagmorgen um 9 Uhr. Wer jetzt in einem Laden steht, der kauft sich mit grösster Wahrscheinlichkeit Kaffee und Gipfeli. Doch halt. In der Karma-Filiale wuseln doch einige Menschen herum, tragen liebevoll Bio-Avocados in den Armen und stehen unentschlossen vor den ordentlich gestapelten Fertig-Chiamüeslis.

Hier kauft man offensichtlich auch noch ein, nachdem der erste Hype um den neuen Laden, drei Monate nach Eröffnung, verklungen ist (zentralplus berichtete). Und das, obwohl nur 30 Meter entfernt eine normale Coop-Filiale steht. Tatsächlich, so bestätigt uns Coop-Sprecher Ramón Gander, sei man mit dem Laden in Zug sehr erfolgreich gestartet. «Insbesondere die hausgemachten Take-away-Artikel, etwa die Salat- und Frühstücks-Bowls sowie auch die hausgemachten Smoothies, laufen sehr gut.»

Zuger suchen keine Ovi bei Karma

Gibt es denn auch Lebensmittel, welche die Zuger verschmähen? «Wir haben festgestellt, dass die Nachfrage unserer Karma-Kunden nach Caotina und Ovomaltine kleiner war als erwartet», sagt Gander. Darum seien diese Produkte wieder aus dem Sortiment genommen worden.

Wer günstig einkaufen will, der ist beim Karma an der falschen Adresse. Ein Salat kostet hier um die 12 Franken, und auch bei den Getränken und abgepackten Lebensmitteln bekommt man zu spüren, dass bewusste Ernährung seinen Preis hat. Hat Coop entsprechende Rückmeldungen erhalten oder sind die Zuger bezüglich hohen Preisen abgestumpft? «Wir haben keine entsprechenden Kundenrückmeldungen erhalten», so die knappe Antwort von Coop.

Filiale in Zürich eröffnet noch dieses Jahr

Die Coop-Geschäftsleitung scheint jedenfalls zufrieden zu sein mit den bisherigen Zahlen. So zufrieden, dass bald eine nächste Filiale eröffnet werden soll, erklärt Gander: «Es ist ein zweiter Standort in Zürich geplant, der noch dieses Jahr eröffnet werden soll.» Wo genau und wann das sein wird, will der Mediensprecher jedoch noch nicht verraten.

Die erste Karma-Filiale von Coop wurde Ende Mai in Zug eingeweiht und ist – bis jetzt – die einzige ihrer Art.

Günstig lässt sich hier nicht einkaufen. Dafür nachhaltig.
Günstig lässt sich hier nicht einkaufen. Dafür nachhaltig. (Bild: wia)

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