Self-Made-Gastronom Janosch Marini in der Türe der Bruchstrasse 44.
  (Bild: pze)
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Self-Made-Gastronom Janosch Marini in der Türe der Bruchstrasse 44.   (Bild: pze)

Wo das «Chez Cassis» war, kommt die goldene Cocktail-Bar

4min Lesezeit

An der Bruchstrasse entsteht ein neues Lokal: Wo das «Chez Cassis» war, kommt das «Aurum XLIV». Der junge Gastronom Janosch Marini schwingt momentan noch den Pinsel – ab September soll aber bereits der Cocktail-Shaker im Lokal den Ton angeben.

Pascal Zeder

Etwas überraschend kam das Ende des «Chez Cassis» schon. Ende Juni schlossen die beiden Betreiberinnen Colette Cassis und Magalie Marini das Lokal und machten sich auf, im Hotel «Beau Séjour» ein Bed and Breakfast zu eröffnen (zentralplus berichtete).

Jetzt übernimmt ein anderer Marini, nämlich der Bruder: Janosch Marini, ehemaliger Barkeeper des «Karel Korner» an der Winkelriedstrasse und des Neubads. Er arbeitet fleissig an der Eröffnung seines «Aurum XLIV». Als wir ihn treffen, sind die Bauarbeiten in vollem Gang.

Klassischer und zeitloser Name

Im dunklen Innenraum stehen etliche Farbeimer, alles ist abgedeckt. Anstatt Gäste zu bedienen, beschäftigt sich Marini noch mit schicken Farben. Das Lokal wird frisch gestrichen, die Grundierung ist bereits angebracht. «Wir stehen etwas unter Zeitdruck», lacht der Self-Made-Gastronom. Bis am 1. September müssen die Vorbereitungen abgeschlossen sein – dann wird die neue Bar eröffnet.

Im Innern wird kräftig gearbeitet, damit an der Eröffnung alles bereit steht.
Im Innern wird kräftig gearbeitet, damit an der Eröffnung alles bereit steht. (Bild: pze)

«Aurum XLIV» ist Latein, es heisst «Gold 44». Die 44 steht für die Hausnummer. Dass diese im Namen seines Lokals vorkommen muss, erklärt Marini so: «Ich bin an der Bruchstrasse aufgewachsen.» Als er von zu Hause auszog, verschlug es ihn, welch schöner Zufall, in die Bruchstrasse 44. Jetzt eröffnet er sein erstes eigenes Lokal in «seinem» Kellergeschoss.

Und warum Gold? «Aurum ist ein eingängiger Name, der einem im Kopf bleibt», sagt Marini. «Auch hat das Schriftbild des Wortes ‹Aurum› einen sehr hohen Wiedererkennungswert.» Aber auch, wofür Gold stehe, passe ins Konzept. «Ich suchte einen Namen, der Klassik ausdrückt und dennoch zeitlos ist», so der 24-Jährige. Jetzt folgen dem Namen auch Taten: Die Frontfassade wird gestrichen – natürlich ganz in Gold.

Cocktails am Abend

Am Tag wird das Lokal ein herkömmliches Café sein, mit Club-Sandwiches alternativer Art. Alternative Sandwiches? «Dabei verwenden wir nicht das herkömmliche Rezept mit Speck und Ei, sondern wir kreieren etwas Eigenes», verspricht Marini. «Aber», beruhigt er, «es gibt immer noch ein Doppeldecker-Sandwich.»

«Der Tresen ist meine Bühne – jetzt habe ich mein eigenes Theater.»

Janosch Marini, Self-Made-Gastronom

Am Abend wird im «Aurum» ein ganz anderer Vibe herrschen: «Wir setzen auf klassische Cocktails.» Denn Marini bringt einige Erfahrung in dem Bereich mit: «Im 'Karel Korner' habe ich zwei Jahre lang gelernt, Cocktails zu mixen.» Das sei ihm geblieben: Die Longdrinks im «Aurum» sollen chic daherkommen, «mit einer Eiskugel im Glas, mit hochwertigen Spirituosen gemixt und schön serviert.»

So will Marini seine Cocktails sicher nicht zubereiten:

Marini ist die Vorfreude anzumerken. Er will sich in seinem Lokal denn auch nicht mit dem Üblichen zufrieden geben: «Ich muss hundertprozentig hinter meinem Angebot stehen können. Deshalb habe ich diesen Beruf gewählt. Der Tresen ist meine Bühne – jetzt habe ich mein eigenes Theater.»

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