Einfach und schmackhaft, doch wo kann man in Stadtnähe am besten bräteln?
  (Bild: ©Emanuel Ammon/AURA)
Regionales Leben Essen und Trinken Freizeit

Einfach und schmackhaft, doch wo kann man in Stadtnähe am besten bräteln?   (Bild: ©Emanuel Ammon/AURA)

Her mit dem Cervelat! Die besten Brätelplätze in Stadtnähe

10min Lesezeit

Statt eines Rindsfilets in der Pfanne brutzeln im Sommer viele lieber einen Cervelat am Stecken. Doch wo kann man rund um Luzern gemütlich bräteln? zentralplus hat die lauschigsten Plätze ausfindig gemacht.

Das Gute an Tagen mit über 30 Grad sind nicht nur die Sprünge ins Wasser, sondern insbesondere die lauen Sommernächte. Nie macht es mehr Spass, den Abend mit einem Rudel Freunde oder der Familie an einer gemütlichen Feuerstelle zu verbringen.

Doch - wohin? In der Stadt Luzern gibt es nicht haufenweise öffentliche Grillplätze, an denen man problemlos den Cervelat oder die Maiskolbe auspacken und über ein Feuer halten kann. Viel eher wird man am Stadtrand fündig. Aber anders als in Nachbarkantonen gibt es in Luzern keine praktische Karte des Tourismusbüros, auf der alle Stellen verzeichnet sind. zentralplus hat deshalb die schönsten Brätelplätze in und um Luzern gesucht (hier geht's zu den besten im Zugerland).

Der Erhabene

Die Feuerstelle im Konsipark, dem schönsten Grün der Stadt, ist eine der wenigen auf Stadtboden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man ist schnell dort, schnell wieder zurück in der Stadt und fühlt sich dank der traumhaften Umgebung wie ein Schlossherr oder eine Schlossherrin. Nur, dass es bei der Feuerstelle keinen Thron gibt, sondern nur einen Platz auf der Holzbank. Erreichbar zu Fuss, wenn man das Burgtor passiert und rund 50 Meter später rechts in den Wald abbiegt.

Wer lauscht, hört womöglich noch eine Klaviersonate: Der Platz im Wald direkt beim Dreilindenpark.
Wer lauscht, hört womöglich noch eine Klaviersonate: Der Platz im Wald direkt beim Dreilindenpark. (Bild: jal)

Der Aussichtsreiche

Natürlich ist das kein Geheimtipp und war nie einer. Doch das Plus an der Feuerstelle auf dem Sonnenberg: das erhabene Gefühl, wenn man runter auf Kriens und den See und bis weit hinein in die Alpen blickt. Entweder zu Fuss (wie Bräteln ist ja auch Wandern so eine Schweizer Spezialität), in die Bike-Pedale treten oder ab Kriens mit der Standseilbahn: Viele Wege führen auf den Sonnenberg.

Dort spaziert man dann vom Hotel dem Waldrand entlang in Richtung Pilatus – und erreicht innert Kürze den Otto-Eder-Platz, wo sich die schönste von insgesamt sechs Feuerstellen auf dem Berg befindet. Allerdings muss man selber Holz mitbringen oder zusammensuchen, es gibt auf dem Sonnenberg keinen Vorrat.

Bräteln mit Aussicht: Das bietet die Feuerstelle am Otto-Eder-Platz auf dem Sonnenberg.
Bräteln mit Aussicht: Das bietet die Feuerstelle am Otto-Eder-Platz auf dem Sonnenberg. (Bild: jal)

Der Schattenspendende

Schön schattig und nahe am Wasser (zum Baden muss man allerdings in die Rotsee-Badi, ansonsten ist Schwimmen verboten): Am Rotsee wartet im Wald eine gemütliche Feuerstelle. Am besten erreichbar ist der Platz über den Maihof, wenn man gleich bei der Coop-Tankstelle in den Wald sticht und dem Weg Richtung Spital für einige Minuten folgt. Oder natürlich in umgekehrter Richtung mit einem etwas längeren Spaziergang vom Spital weg. Diese Feuerstelle ist vielleicht nicht ganz so idyllisch wie jene auf dem Land (siehe Box am Textende), weil man immer wieder das Rauschen der Autos hört. Dennoch ist sie einen Abstecher wert. Aber aufgepasst: Ausserhalb der Feuerstelle gilt rund um den See ein Grillverbot.

Sogar mit Holzbeil: Die Feuerstelle in der Nähe des Rotsees.
Sogar mit Holzbeil: Die Feuerstelle in der Nähe des Rotsees. (Bild: jal)

Der Abgelegene

In den stadtnahen Wäldern warten einige Feuerstellen auf Besucher, so beispielsweise im Biregg-, aber auch im Gütschwald oder in der Nähe der Zimmeregg-Badi. Eine der schönsten findet sich am südlichen Ende des Bireggwaldes, am besten erreichbar via Horw. Ob Felmis wandert man – auf prächtige Villen blickend – hügelaufwärts. Dort, zwischen Oberrüti und Seeblick, ist die Feuerstelle zu finden. Zwar bietet sie nebst ein paar Steinen, die das Feuer umrahmen, keine weiteren «Gadgets». Doch zwei rote Aussichtsbänke versprechen auch Leuten Freude, die keine Picknickdecke mitschleppen möchten oder sich weigern, auf dem Waldboden zu sitzen.

Nicht so üppig ausgestattet wie andere, doch deswegen nicht weniger gemütlich: Eine Feuerstelle ob Felmis.
Nicht so üppig ausgestattet wie andere, doch deswegen nicht weniger gemütlich: Eine Feuerstelle ob Felmis. (Bild: jal)

Der Extravagante

Das Eigenthal verfügt über insgesamt neun Grillstellen. Eine davon ist besonders gut ausgestattet: die Feuerstelle Schwändeli auf dem EWL-Grundstück. Dahin gelangt man auf einer 40-minütigen Wanderung ab dem Parkplatz Gantersei, vorbei am Restaurant Unterlauenen. Für die aushaltbaren Strapazen wird man belohnt: Nicht nur ein offenes Feuer wartet auf die Würste, sondern auch ein Grill und ein herziges Holzhaus mit Platz für 20 Leute.

Ebenfalls im Eigenthal empfiehlt sich die Feuerstelle auf der Würzenegg. Auch hierzu ist eine rund 30-minütige Wanderung nötig, am besten folgt man ab der Haltestelle Holderchäppeli einfach dem gelben Wegweiser. Hinsetzen, Ausblick auf den Pilatus geniessen – und wer noch mag: den Ausflug mit einem Spaziergang auf die Krienseregg verlängern.

Ausserhalb der Stadtgrenzen

Wer etwas mehr Zeit hat und gerne im Grünen brätelt, der wird ausserhalb der Agglomeration an vielen Orten fündig. Zwar gibt es in Luzern, anders als in Nid- und Obwalden, keine dieser beliebten Feuerstellen-Karten. Lucerne Tourismus hat jedoch auf Anfrage von zentralplus mehrere Tipps auf Lager.

Im Entlebuch: Den Picknicklatz Oberstolen in Schüpfheim erreicht man nur zu Fuss, denn ab Heiligkreuz besteht Fahrverbot. Nach einem 45-minütigen Marsch, entweder über die Strasse Richtung Reistegg-First oder auf dem Wanderweg, der nach dem Parkplatz rechts abbiegt, kommt man auf den Brätelplatz, der eine prächtige Aussicht ins Napfgebiet und übers Entlebuch liefert. Speziell: Die gehisste Fahne zeigt an, wenn der Platz besetzt ist. Reservieren nicht möglich.

Auf der Marbachegg: Dieser Brätelplatz hat nicht nur ein wunderbares Bergpanorama zu bieten, sondern auch einen Speichersee (in dem man allerdings nicht baden kann). Von der Bergstation Marbachegg erreicht man ihn in zehn Minuten, er ist sogar mit Kinderwagen zugänglich.

Beim Schloss Heidegg: 500 Meter östlich von Gelfingen im Gelände des Schloss Heidegg findet man diese Feuerstelle mit Spielplatz. Entweder parkiert man beim Schloss oder radelt hinauf (Achtung, man kommt dabei ins Schwitzen) zum Platz.

Badi Aesch: Am oberen Hallwilersee liegen in der kostenlosen Badi Aesch auch mehrere Grillstellen direkt am See. Sprung ins Wasser, auf die Wiese liegen und dann Bratwurst auf den Grill. Klingt gut, nicht?

Müliweiher Büron: Das Gebiet um den Mühliweiher dient als Naherholungsgebiet. Es bietet sieben Grillplätze und einen Spielplatz.

Steinibüel Sempach: Die Feuerstelle befindet sich in der Nähe des Restaurants Schlacht eingangs Steinibüelwald neben einem Bächlein. Für die Anreise mit dem Auto steht ein Parkplatz zur Verfügung.

Blötti, Menzberg: Die Feuerstelle mit den beiden Kletterbäumen, der Holzstammrutsche und der Sicht in die Berge und aufs Dorf Menzberg ist ein Paradies für Familien. Auf der Wanderkarte ist die Feuerstelle mit der Nr. 28 gekennzeichnet.

Burgruine Kastelen, Alberswil: Ein Geheimtipp bei heissen Temperaturen – der gemütliche Grillplatz bei der Burgruine Kastelen in Alberswil ist mitten im Wald gelegen. Wer Lust hat, steigt auf den Turm und hält Ausschau nach dem Prinzen.

Röhrli, Weggis: Diese Feuerstelle liegt 2,5 Kilometer nordwestlich vom Weggiser Dorfzentrum. Sie befindet sich direkt am Vierwaldstättersee, am Waldrand. Mit Fahrrad oder Bike gut erreichbar, Parkplatz in 300 Meter Entfernung.

Bruedersbalm, Rigi: Zwar nicht im Kanton Luzern, aber doch Ausflugsziel vieler Luzerner, bietet sich auf der Rigi ein idyllisch gelegener Brätelplatz. Er punktet zudem mit kleinem Wasserfall und Felsnischen und liegt auf dem Weg zwischen Alphütte Trieb und dem Hotel Des Alpes. Ab Rigi Staffel ist es eine halbe Stunde zu Fuss.

Emmenuferweg: Wer zu den Leuten gehört, die nebst dem Bräteln gerne auch die Zehen oder den ganzen Körper ins Wasser tauchen, wird zwischen Entlebuch und Schüpfheim fündig. Entlang der Kleinen Emme warten mehrere Grillplätze, beispielsweise in Hasle.

Und jetzt Sie: Verraten Sie uns Ihre beliebtesten Brätelplätze in den Kommentaren.

x
Ist Ihnen unabhängiger Journalismus etwas wert? Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie zentral+, Beiträge wie diesen zu realisieren.

Ihre Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, müssen Sie auf zentralplus eingeloggt sein.
Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich jetzt und profitieren Sie
von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Mehr Regionales Leben