Tschilp, tschilp, schon gehört? An Ostern ist was los in Zug. (Bild: Fotolia/ Montage: wia)
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Tschilp, tschilp, schon gehört? An Ostern ist was los in Zug. (Bild: Fotolia/ Montage: wia)

Vier ganze Tage frei, ei ei ei!

8min Lesezeit

Karfreitag bis Ostern sind wunderbare Tage, um wieder mal etwas Kultur zu erleben. Tanzen zu gehen! Viel und gut zu essen! Wir sagen Ihnen, wo Sie dieses Wochenende unbedingt hin müssen, und wie sie sich am besten vor dem Familienfest drücken können.

Während in der Natur alle Kirschbäume blühen, blühen uns dieses Wochenende vier bürolose Tage. Zwischen Ausschlafen, allfälligen Familientürks und Eiersuche bleibt noch genug Zeit, sich zu langweilen. Und das möchten wir verhindern. Darum geleiten wir Sie durchs ellenlange Wochenende und sagen Ihnen, wo Sie unbedingt aufkreuzen müssen.

Gründonnerstag: Exgüsi Chef, aber ich muss jetzt in die Kurzferien

Es ist Gründonnerstag, sie erledigen noch so allerhand Kleinkram und der Chef will Sie dazu verknurren, noch länger im Büro zu bleiben. «Äxgüsi», können Sie dann sagen, «ich mache den Fisch, ich muss nämlich Theatersport gucken gehen.» In der Chollerhalle spielen zwei Teams um die Wette, und Sie, das Publikum, entscheiden, was da auf der Bühne passieren soll. Eine gute Gelegenheit, sich vor Lachen wieder mal ordentlich zu kugeln.

Lustigsein ist Ihnen suspekt? Sie möchten lieber was auf die Ohren? Am liebsten auf Schweizerdeutsch und Französisch? Dann hopp ans Gustav-Konzert. Der Fribourger Musiker, der sich in der Kategorie «Wild Songwriting» etabliert hat, ist in der Schweizer Musikszene bereits seit Jahren bekannt. Die Galvanik schreibt auf ihrer Webseite: «Seine Texte und Melodien krallen sich in den Gehörgängen fest und je mehr man sich gegen sie wehrt, desto tiefer bohren sie sich ins Gehirn.» Ob das gut ist, sei dahingestellt, ein «süffiger» Abend ist Ihnen gewiss.

Bodenständiger wird’s nur noch im Intermezzo, wo das «Echo vom Locherguet» aufspielt.

Karfreitag: Katzenjammer am Kummertag

Sie sind so richtig angekommen im langen Wochenende, vielleicht auch schon im Stau, aber da können wir Ihnen leider nicht weiterhelfen. (Ausser, Sie laden sich diese unglaublich guten Podcasts runter, dann lernt man wenigstens noch was, während man sich im Schneckentempo Richtung Gotthard kämpft.)

Es ist also Karfreitag. Sollten Sie sich gestern noch einen ordentlichen Kater angetrunken haben, sind heute Rollmöpse besonders gut geeignet, um das Brummen im Kopf loszuwerden. Denn, wie Sie als guter Christ bestimmt wissen, wird heut nur Fisch gegessen. (Fun Fact: Ein Katzenjammer passt perfekt zu diesem Tag. Wussten Sie, dass das Wort «Kara», wovon sich der Karfreitag ableitet, auf Althochdeutsch Kummer heisst?)

Auf dem Sofa liegend noch Bachs Matthäuspassion lauschen und bald sind Sie wieder pudelmunter.

Somit sind Sie auch fit fürs Konzert von Ekat Bork in der Galvanik. Die Musik der gebürtigen Russin lässt sich im Bereich Alternative und Electronic verorten. Unterstützt wird sie bei ihrem Konzert am Freitag von der Band Karavann. Das tönt dann so:

Sie fühlen sich zu alt für die Galvanik? Dann profitieren Sie von Ihrer Reife und tanzen Sie sich die Seele an der Ü30-Party in der Lounge und Gallery frei. Hier sind Sie sicher vor postpubertären Jungscharen und pickligen Kantischülern.

Samstag: Und zack ist man zehn Jahre älter

Raus aus den Federn und ab an den Zuger Handwerkermarkt. Hier auf dem Landsgemeindeplatz gibt’s Schmuck zu kaufen, Seifen, und Kräuter und sonst allerhand Selbstgemachtes. An diesem Samstag wird ausserdem eine Kräuterhexe vor Ort sein, die Ihnen Red und Antwort steht zu Baldrian, Lavendel und Co.

Sollten Sie am Freitag an der Ü30-Party gewesen sein und fühlen sich am Samstag, als hätten Sie über Nacht zehn Jahre gealtert, können Sie gleich einen Besuch im Topas Club anhängen. Hier ist heute nämlich Tanznacht 40

Ostersonntag: Gemächlichen Schrittes dem Familienfest entfliehen

Frohes Eiersuchen. Und schlemmen. Entweder an einem der Brunchs im Kanton Zug, etwa in der Spinni Event & Lounge in Neuägeri. Kinder, die überschüssige Energie haben, können Mutter und Vater einfach in die vorhandene Kinderbackstube schicken.

Vielleicht ist bei Ihnen aber auch Rambazamba mit der Familie angesagt. Sie brauchen noch eine Ausrede, damit Sie nicht fünf Stunden lang neben Tante Agathe und Onkel Ferdinand am Tisch sitzen müssen und sich die neuen Hüftgelenk-Sorgen anhören müssen? Wie wär's mit einer Pilgerreise?

Ja, wir wissen es. Eigentlich pilgert man an Auffahrt nach Einsiedeln. Muss aber nicht sein. Denn das Osterwetter scheint ganz gut zu werden, und da gibt es doch nichts Schöneres, als in der Natur zu sein.

Knapp sechs Stunden dauert die Wanderung nach Einsiedeln ab Unterägeri laut der Webseite Wanderland, gut vier Stunden sagt Google Maps. Kommt wohl auf die Hüftgelenkqualität an. Glitzernder Ägerisee, tolles Panorama auf dem Raten, bunte Rothenturmer Moorlandschaft und über den Chatzenstrick runter zum Klosterdorf. Den Lebkuchenfisch im Café Tulipan haben Sie sich ehr und redlich verdient.

 

Vier Stunden von Unterägeri nach Einsiedeln. Und alles nur, um dem Familientürk zu entkommen.
Vier Stunden von Unterägeri nach Einsiedeln. Und alles nur, um dem Familientürk zu entkommen. (Bild: Google Maps)

Je nach Ausdauer können Sie auch gleich einen Besuch am Easter Music Festival in der Chollerhalle anhängen. Von House über R'n'B bis hin zu Reggaeton kriegt man hier alles gespielt, was das Tänzerherz begehrt.

Ostermontag: Immer noch frei: warum weiss niemand so recht

Am Ostermontag läuft wenig im Kanton Zug. Keine Party und kein Konzert steht an. Aus reiner Verlegenheit schlagen wir Ihnen darum auch heute wieder vor, doch brunchen zu gehen. Das Restaurant Tisch+Bar in Holzhäusern hat sowohl am Sonntag als auch am Ostermontag offen. Das Lokal ist bekannt für seine üppige Frühstückskarte. Wenn das Wetter freundlich ist, kann man die ganzen Zmorgen-Türme, die es hier gibt, auch draussen im lauschigen Garten bodigen.

Auch im Parkhotel Zug lässt sich ordentlich futtern. Der Sonntagsbrunch ist zwar bereits ausgebucht, am Montag wiederholt sich das opulente Festmahl jedoch.

Und dann sollte man unbedingt nach Hause gehen und sich ein leicht blasphemisches Ventil erlauben und sich «The Life of Brian» zu Gemüte führen. Auch wenn gemunkelt wird, dass Brian gar nicht der Messias sei.

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