Die Jazzkantine in der Luzerner Altstadt steht vor einem Umbruch. (Bild: lwo)
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Die Jazzkantine in der Luzerner Altstadt steht vor einem Umbruch. (Bild: lwo)

«Meyer»-Pächter übernimmt die «Jazzkantine»

4min Lesezeit

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Dominik «Domi» Meyer, Pächter des Restaurants «Meyer» am Bundesplatz, hat den Zuschlag für die Pacht der Jazzkantine in der Luzerner Altstadt erhalten. Dort ändert sich bald noch mehr.

Luca Wolf

Lange wurde gerätselt und gewerweisst, nun ist es definitiv. Dominik Meyer von der Kulturbeiz Meyers wird auch noch die Jazzkantine übernehmen. Das beliebte Lokal an der Grabenstrasse in der Luzerner Altstadt wird seit 19 Jahren von Henk Bergmans geführt. Diesen Sommer beendet der 67-Jährige diese Ära. Das bestätigt Rolf Bühler von der «Jazzkantine im Graben GmbH», der sieben Personen umfassenden Trägerschaft des Lokals. Diese GmbH hat das Haus von den privaten Besitzern gemietet und an Bergmans untervermietet.

Im Jazzkantinen-Gebäude, das heute der Hochschule Luzern gehört, wird auf allen Stockwerken Musik gelehrt und gespielt. Im Keller gibt’s einen Party- und Konzertraum.

So sieht die Jazzkantine von Innen aus.
So sieht die Jazzkantine von Innen aus.

Steile Karriere

Dominik Meyer hat vor dem Wechsel an den Bundesplatz die kleine schmucke Bar an der Winkelriedstrasse 64 geführt, zusammen mit seiner Frau Fiona. Nach seinem Auszug 2014 entstand dort das «Houdini». Nun wagt Meyer also bereits den nächsten Schritt. Zur Jazzkantine hat Meyer eine enge Beziehung: Er arbeitete lange dort und hat selber die Jazzschule absolviert. Das «Meyers» übrigens wird er weiterführen. Über Details von Meyers Engagement bei der Jazzkantine informieren die Verantwortlichen nächsten Dienstag ausführlich – zu lesen dann auf zentralplus.

Mehr Leben für die Jazzkantine

Mit dem neuen Pächter sind auch Hoffnungen verbunden. «Wir wollen wieder mehr Belebung in der Jazzkantine», sagte Marianne Doran, ehemalige Geschäftsführerin der Jazzschule Luzern und Gesellschafterin der GmbH, letzten Herbst gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung». Es solle wieder mehr Veranstaltungen und Events geben. Dafür dürfte Meyer genau der Richtige sein. Unter seiner Führung hat sich das «Meyers» mit den regelmässigen Konzerten und Ausstellungen zu einem beliebten Treffpunkt der hiesigen Kulturszene gemausert.

So sieht das Meyers am Bundesplatz von Innen aus (Bild: Meyers).
So sieht das Meyers am Bundesplatz von Innen aus (Bild: Meyers).

Umbruch in drei Jahren

Doch Meyers Engagement ist vorerst auf drei Jahre beschränkt. Denn voraussichtlich 2019 zügelt die gesamte Abteilung Jazz der Hochschule Luzern in den neuen 70-Millionen-Franken-Campus neben dem Kulturhaus Südpol, wo früher die Wagenburg stand. Da ergeben sich natürlich völlig neue Möglichkeiten für die privaten Besitzer des Hauses an der Grabenstrasse 8 in der Altstadt. Was danach mit der Jazzkantine passiert, ist noch offen. Rolf Bühler von der GmbH versichert aber: «Das Lokal soll auch nach dem Auszug seinen Charakter behalten.» Es soll also ein Restaurant mit Bar und Musik bleiben. Ein Schmuck- oder Kleiderladen sei auf alle Fälle keine Option.

Bergmans wirten weiter

Trotz des Wechsels: Der Name Bergmans wird nicht aus dem Luzerner Gastrokuchen verschwinden. Denn Bergmans Frau Irene hat die Lust am Wirten noch lange nicht verloren. Sie hat zusammen mit Claudia Egli am 25. Februar an der Klosterstrasse 5 im Luzerner Bruchquartier «Die Kneipe» (ex-Barcode) eröffnet. Egli stand selber 15 Jahre hinter dem Tresen der Jazzkantine – der Geist der Jazzkantine lebt seit Anfang Jahr also auch im Bruchquartier.

Hinweis: Sie interessieren sich für Restaurants und Bars? In unserem eat'n drink-blog finden Sie noch reichlich davon.

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