Fabian Peter (Mitte) mit seiner Frau und Parteipräsident Markus Zenklusen. (Bild: les)
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Fabian Peter (Mitte) mit seiner Frau und Parteipräsident Markus Zenklusen. (Bild: les)

Fabian Peter gewählt – Graf mit Spitzenresultat

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Die beiden CVP-Regierungsräte Guido Graf und Reto Wyss schaffen die Wiederwahl. Auch Fabian Peter von der FDP gelingt der Sprung in die Luzerner Regierung auf Anhieb. Paul Winiker und Marcel Schwerzmann müssen hingegen wie vor vier Jahren in den zweiten Wahlgang. Überraschend gut schnitt Korintha Bärtsch von den Grünen ab.

Die Sonne strahlt an diesem Sonntag besonders für Fabian Peter: Der 42-jährige FDP-Kantonsrat hat bereits im ersten Wahlgang den Sprung in die Luzerner Regierung geschafft.

Der erstmals für die Regierung kandidierende Inwiler erzielte am Sonntag das drittbeste Resultat und holte gemäss dem provisorischen Schlussresultat 56'410 Stimmen. Das absolute Mehr lag bei 54'369 Stimmen. «Für mich ist es eine kleine Sensation, ich habe nicht damit gerechnet» sagte der sichtlich glückliche Fabian Peter.

Guido Graf mit Bestresultat

Auch die beiden bisherigen CVP-Regierungsräte schaffen die Hürde des absoluten Mehrs bereits in der ersten Runde. Das beste Resultate erzielte – wie bereits vor vier Jahren – der Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf (CVP) aus Pfaffnau. Der 60-Jährige holte 59'291 Stimmen.

An zweiter Stelle folgt mit 1'200 Stimmen weniger der Kultur- und Bildungsdirektor Reto Wyss (CVP). Auch er schafft damit die Wiederwahl problemlos.

Übersicht über die Resultate der Regierungsratswahlen:

 

 

 

Frauen- und Klimawahl?

In den zweiten Wahlgang am 19. Mai müssen – ebenfalls wie bereits vor vier Jahren – der parteilose Finanzdirektor Marcel Schwerzmann sowie SVP-Regierungsrat Paul Winiker. Für Winiker sah es am Sonntag lange Zeit gut aus, doch nach dem Resultat aus der Stadt Luzern rutschte der Sicherheits- und Justizdirektor noch unter das absolute Mehr. Am Ende fehlten ihm knapp 700 Stimmen für die direkte Wahl.

Deutlich weiter hinten musste sich Marcel Schwerzmann einreihen. Der Krienser konnte nur gerade 39'500 Stimmen auf sich vereinen – und damit weniger als noch vor vier Jahren, als er 43'562 Stimmen holte. Er musste sich damit diesen Sonntag auch von Jörg Meyer (SP) und Korintha Bärtsch (Grüne) geschlagen geben. Er habe mit dem zweiten Wahlgang gerechnet, sagte Schwerzmann gegenüber zentralplus. Neu sei für ihn aber, dass linke Kandidaten vor ihm liegen würden. «Bisher waren die Finanzen zentral, bei dieser Wahl nun hat die Frauen- und Klimafrage eine Rolle gespielt». Nichsdestotrotz wole er sich diesem nun zusammen mit Paul Winiker stellen.

Bärtsch, die Grüne Newcomerin

Sowieso: Die Kandidatin der Grünen schaffte es überraschenderweise auf den fünften Platz – und damit vor Schwerzmann und Meyer. Mit 42'946 holte sie auch deutlich mehr als Michael Töngi (Grüne) vor vier Jahren. Er konnte damals lediglich 20'241 Stimmen auf sich vereinen. Beachtlich ist das Resultat von Bärtsch auch deswegen, weil die 34-Jährige zwar Fraktionschefin im Stadtparlament ist, aber auf kantonaler Ebene kein Amt innehat. Wie vor einer Woche in Zürich dürfte ihr das dominierende Klima-Thema geholfen haben. Aber auch der Fakt, dass sie als einzige Frau für den rein bisher männlichen Regierungsrat kandiderte.

Korintha Bärtsch freut sich über ihr gutes Resultat.
Korintha Bärtsch freut sich über ihr gutes Resultat. (Bild: bic)

Jörg Meyer holte insgesamt 400 Stimmen weniger als Bärtsch und landete auf dem sechsten Platz. Roland Fischer (GLP) holte 35'365, der parteilose Ruedi Schweizer gerade mal 4'234.

Damit dürfte auch die Ausgangslage für den zweiten Wahlgang spannend werden. Korintha Bärtsch hat bereits im Vorfeld der Wahlen angetönt, dass sie am 19. Mai nochmals antreten wird. Das heutige Resultat dürfte ihr nochmals Auftrieb geben. Am Sonntag liess sie allerdings noch offen, ob sie die zweite Runde bestreitet: «Es liegt an den Parteien zu entscheiden, wie es weitergeht.»

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