Felix Müri (links) und Patrick Schnellmann erhielten am meisten Stimmen. (Bild: les)
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Felix Müri (links) und Patrick Schnellmann erhielten am meisten Stimmen. (Bild: les)

Zweiter Wahlgang nötig – SVP-Nationalrat Müri verpasst Wahl um 91 Stimmen

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Bei den Gemeinderatswahlen in Emmen hat kein Kandidat das absolute Mehr erreicht. Die Kandidaten von CVP und SVP liessen die linken Mitstreiter deutlich hinter sich.

Bei den Gemeinderats-Ersatzwahlen in Emmen hat kein Kandidat das absolute Mehr erreicht. Am 23. September findet deshalb ein zweiter Wahlgang statt.

Am meisten Stimmen erhielt SVP-Nationalrat Felix Müri. Mit 2'340 Stimmen verpasste er das absolute Mehr um lediglich 91 Stimmen. Hinter ihm folgt mit Patrick Schnellmann der Kandidat er CVP. Er erhielt 2'322 Stimmen. SP-Kandidat Brahim Aakti mit 1'698 und Monique Frey von den Grünen mit 1'608 Stimmen blieben deutlich zurück.

Felix Müri freut sich über das Resultat. «Die Bürgerlichen sind klar voraus», sagt er. Er werde auch im zweiten Wahlgang wieder antreten. Dasselbe sagt auch CVP-Mann Schnellmann. «Ich habe damit gerechnet, dass es im ersten Wahlgang kein Kandidat schafft.» Er werde nun mit der Parteileitung das weitere Vorgehen anschauen. Es war aber bereits spürbar, dass Schnellmann im zweiten Wahlgang wieder mit dabei sein wird.

SP-Kandidat lässt Kandidatin der Grünen hinter sich

Auf der linken Seite muss man hingegen über die Bücher, falls man den Sitz im Gemeinderat verteidigen will. Man werde das weitere Vorgehen besprechen, sagt die Kandidatin der Grünen, Monique Frey. «Aus Frauensicht wäre es sehr bedauerlich, wenn der Gemeinderat zu einem reinen Männergremium verkommt», erklärt sie. Es bleibt nun abzuwarten, ob sich SP und Grüne im Hinblick auf den zweiten Wahlgang zusammenschliessen.

Die Ersatzwahl war nötig geworden, weil mit Susanne Truttmann (SP) und Urs Dickerhof (SVP) gleich zwei Mitglieder des Emmer Gemeinderats vorzeitig zurückt traten. Mit Josef Schmidli (CVP), Thomas Lehmann (FDP) und Gemeindepräsident Rolf Born (FDP) werden die bisherigen Mandate von drei bürgerlichen Männern gehalten. 

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