Wie am Montag verkündet wurde, ist dies die letzte Legislatur von Regierungsrätin Manuela Weichelt. (Bild: zentralplus)
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Wie am Montag verkündet wurde, ist dies die letzte Legislatur von Regierungsrätin Manuela Weichelt. (Bild: zentralplus)

Manuela Weichelt tritt nicht mehr an

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12 Jahre sind genug: Manuela Weichelt-Picard tritt bei den Erneuerungswahlen in die Zuger Regierung 2019 nicht mehr an. Sie gehört der Zuger Regierung seit Januar 2007 an.

Weichelt steht derzeit der Regierung als Frau Landammann vor und führt die Direktion des Innern. Einen Kandidaten für die Nachfolge konnte ihre Partei, die Alternative des Kantons Zug, heute noch nicht präsentieren.

«Mit Manuela Weichelt-Picard verliert der Zuger Regierungsrat eine Staatsfrau, die in der Bevölkerung grossen Respekt geniesst, viel Gestaltungswillen an den Tag legt und sich als grüne Frau in einem bürgerlichen Regierungsrat konsequent und glaubwürdig für Rechtsstatlichkeit, Gleichberechtigung, Solidarität, für die Anliegen von weniger privilegierten Menschen, Demokratie, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt eingesetzt hat», schreiben die Grün-Alternativen in einer Mitteilung.

Zwölf Jahre sind genug

Weichelt habe sich den Entscheid, nicht mehr anzutreten, nicht leicht gemacht. «Das Amt als Regierungsrätin ist spannend und vereichernd und gleichzeitig fordert es von einem viel», lässt sie sich zitieren. «Nach reiflicher Überlegung wurde für mich jedoch klar, dass nach zwölf Jahren im Regierungsrat der Zeitpunkt für eine berufliche Veränderung gekommen ist», sagt sie weiter.

Manuela Weichelt-Picard gibt bekannt, dass sie im Herbst nicht mehr zur Wahl in den Zuger Regierrungsrat antritt. Rechts Andreas Lustenberger, Präsident der Zuger Alternative-die Grünen.
Manuela Weichelt-Picard gibt bekannt, dass sie im Herbst nicht mehr zur Wahl in den Zuger Regierrungsrat antritt. Rechts Andreas Lustenberger, Präsident der Zuger Alternative-die Grünen. (Bild: mam)

Die verbleibende Zeit in der Exekutive und ihrem zweiten Jahr als Frau Landammann wolle sie gezielt für Diskussionen über zukunftsorientierte politische und digitale Strategien im Kanton Zug nutzen.

Nun sind es schon drei Vakanzen

Die Vize-Präsidentin der Zuger Alternative-die Grünen (ALG), Barbara Beck-Iselin sagt zu Weichelts Abtritt: «Manuela Weichelt hat durch ihre Arbeit als Regierungsrätin den Boden bereitet, dass ein alternativ-grünes Regierungsratsmitglied als selbstverständlicher Teil der Zuger Regierung betrachtet wird.»

Barbara Beck-Iselin, Vizepräsidentin der Zuger Alternative-die Grünen.
Barbara Beck-Iselin, Vizepräsidentin der Zuger Alternative-die Grünen. (Bild: mam)

Mit Weichelts Verzicht kommt es bereits zur dritten Vakanz in der Zuger Regierung. Bereits haben Baudirektor Urs Hürlimann und Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel (beide FDP) bekannt gegeben, dass sie nicht weiter regieren wollen.

Gemäss Andreas Lustenberger, Präsident der Zuger Alternative-die Grünen, finden derzeit Gespräche mit möglichen Kandidatinnen und Kandidaten für den Zuger Regierungsrat statt. Offensichtlich wurde die Parteileitung von Manuela Weichelts Entscheid überrascht. Nominiert wird dann am 23. Mai – in genau einem Monat.

Weichelts Nachfolger wird in einem Monat gekürt

Ob die ALG eine Frau für die Regierungsratswahl aufstellen will, darauf wollte sich Lustenberger nicht festlegen. «Wir versuchen eine Gleichstellung und ein angemessenes Geschlechterverhältnis über den ganzen Kanton hinweg, durch alle Gemeinden hindurch zu erreichen.» In der Kantonsregierung sitzt mit Manuela Weichelt-Picard derzeit nur eine einzige Frau.

Andreas Lustenberger, Präsident der Zuger Alternative-die Grünen.
Andreas Lustenberger, Präsident der Zuger Alternative-die Grünen. (Bild: mam)

Sicher scheint hingegen, dass die Zuger Alternative-die Grünen mit einem Kandidaten antreten und ansonsten mit den Sozialdemokraten zusammenspannen wollen. Diese sollen versuchen, den zweiten Regierungsratssitz der Linken, welcher 2010 verloren gegangen war, wieder zu gewinnen.

Wahlziel der Zuger Alternative-die Grünen ist laut Andreas Lustenberger, alle Exekutivämter in den Gemeinderegierungen mindestens zu halten und darüber hinaus das eine oder andere Präsidium zu gewinnen. Auf Kantonsebene wolle man zusammen mit der SP den linken Anteil in der Regierung vergrössern.

 

 

 

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