Das Fernwärme-Netz der Region soll ausgebaut werden können. (Bild: AURA)
Politik Umwelt

Das Fernwärme-Netz der Region soll ausgebaut werden können. (Bild: AURA)

Ein klares «Ja» zum ewl-Kredit

3min Lesezeit

Die Luzerner haben das Darlehen an die ewl Energie Wasser Luzern mit 83,2 Prozent Ja-Stimmen klar gutgeheissen. Der Kredit umfasst bis zu 70 Millionen Franken und gilt als ein starkes Zeichen für die Unterstützung des Fernwärme-Projektes «Luzern Ibach Rontal».

Mit 20'504 Ja- gegen 4135 Nein-Stimmen sagen die Luzerner Stimmberechtigten deutlich «Ja» zum Darlehen an die ewl Energie Wasser Luzern Holding AG. Mit der finanziellen Unterstützung soll die ewl das Gesamtprojekt «Fernwärme Luzern Ibach Rontal» und dessen weitere Finanzierung in Angriff nehmen können. Die Kredittranchen der Stadt Luzern von maximal 70 Millionen Franken werden über mehrere Jahre und je nach Projektschritt abrufbar sein. «Mit dem Darlehen kann die ewl den Ausstieg aus der Atomenergie vorantreiben und gleichzeitig den Unternehmerischen Spielraum bewahren», so der Stadtrat im Vorfeld der Abstimmung. Die Stimmbeteilung bei dieser Vorlage liegt bei 48,14 Prozent.

Projekt Fernwärme «Luzern Ibach Rontal»

Mit dem Projekt soll einerseits die Abwärme der neuen Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) der Renergia in Perlen in Energie umgewandelt und nutzbar gemacht werden. Die KVA in Perlen ersetzt die KVA Ibach, die 2015 stillgelegt wird. Die Nutzung von Abwärme sei aus energie- und umwelt politischer Sicht äusserst wertvoll.

Zum anderen ist der Bau eines Heizkraftwerks auf dem Littauerboden geplant. 2015 soll die KVA in Perlen ihren Betrieb aufnehmen. Im Heizkraftwerk auf dem Littauerboden wird aus vorwiegend erneuerbarer Energie für die Stadt Strom produziert. Die danach verbleibende Wärme wird eingesetzt, um das Netz der Fernwärme Emmen AG zu speisen. Dieses Netz wird bisher durch die Abwärme der KVA Ibach gespeist. Damit werden aktuell das Luzerner Kantonsspital, das Emmen Center sowie verschiedene Objekte in der Gemeinde Emmen versorgt. Geplant ist, das Fernwärmenetz zu erweitern.

 
Fernwärme-Karte für Luzern-Nord und Rontal
Fernwärme-Karte für Luzern-Nord und Rontal (Bild: ewl)
 

Zeichen für die Energie- und Klimastrategie

Bei der Volksabstimmung vom 27. November 2011 hat sich Stadtluzerner Bevölkerung für die Energie- und Klimastrategie des Stadtrates ausgesprochen. Die Vorlage erfolgte als Gegenvorschlag zur Initiative «Luzern mit Strom ohne Atom» der Jungen Grünen. Luzern setzt sich damit den Atomausstieg bis 2045 und das Erreichen der 2000-Watt-Gesellschaft zum Ziel.

 
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