Christian Blunschi und Yvonne Hunkeler (Vize-Präsidium), Pirmin Jung (Präsident) und Rico de Bona (Parteisekretär) informierten über die Wahlstrategie. (Bild: bra)
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Christian Blunschi und Yvonne Hunkeler (Vize-Präsidium), Pirmin Jung (Präsident) und Rico de Bona (Parteisekretär) informierten über die Wahlstrategie. (Bild: bra)

CVP will Heirat mit FDP, EVP und BDP

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Ende März wird gewählt. Und die CVP-Leitung gab heute Abend die «Heiratsempfehlungen» für die Wahllisten vor. Es ging darum, mit welchen Parteien die Wahlkreise Verbindungen eingehen sollen. Die stärkste Partei des Kantons setzte damit schon mal ein politisches Zeichen. 

Eine Listenverbindung ist einerseits trockene Arithmetik. Aber sie ist auch wie eine kleine Heirat auf Zeit zwischen zwei Parteien. Ewig hält sie nicht. Sie ist nur für die Wahlen bestimmt. Anschliessend geht man wieder getrennte Wege. Trotzdem sollte prüfen, wer sich bindet. «Wir haben alles durchgerechnet», sagte der CVP-Präsident Pirmin Jung an der heutigen Delegiertenversammlung in der Stadthalle Sursee. Seine Partei verlor bei den letzten Wahlen im 2011 sieben Kantonsratssitze. Diesmal will man sich von 39 Sitzen wieder auf 42 Sitze hoch kämpfen. 

Bevorzugt wird die FDP

Das dritte Traktandum der Versammlung hatte es in sich. Für die sechs Luzerner Wahlkreise will die CVP-Leitung mit folgenden Partnern anbandeln: Mit der FDP, mit der BDP und mit der EVP. «Die politische Mitte soll gestärkt werden», sagte Jung. Die Wahlkreise seien zwar in ihrer Entscheidung frei, bevorzugt würde aber gemäss Tenor bei diesen Heiratsempfehlungen vor allem die FDP. 

Von der kantonalen CVP-Leitung wurden also die Wahlchancen kalkuliert. Bei den 205 Stimmberechtigten im Publikum kamen die Vorschläge gut an. Die Partei gab damit den sechs Luzerner Kreisen eine Richtung vor und setzt so für die kommenden Wahlen ein Signal. Die Listenverbindungen können auch als politisches Statement verstanden werden. «Alle Zeichen stehen auf orange», sagte Präsident Pirmin Jung optimistisch. 

Erhöhung der Chancen

Optimistisch ist man bei der CVP auch mit Zielsetzungen. Für die Kantonsratswahlen will die CVP erreichen, dass insgesamt 34'000 CVP-Listen in die Urne gelegt werden. Zu ihren Wahlkampfthemen gehören Sicherheit, Bildung, Energiewende, KMU und die Mobilität. Und um die Wahlziele zu erreichen, sind eben diese Listenverbindungen ein wichtiges Instrument.

Sie erhöhen nach mathematischen Gesichtspunkten die eigenen Chancen. Am Wahltag werden die übrig gebliebenen, nicht einer Person zugewiesenen Parteistimmen gesammelt (die leeren Linien auf dem Wahlzettel). Diese werden dann auf die zwei «verheirateten» Parteien verteilt. Schlussendlich werden so die restlichen Sitze besetzt. 

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