Michael Töngi fängt sich nach einem schlechten Start in unserem Quiz. Ist er fit genug für die Regierungsratswahlen? (Bild: bra)
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Michael Töngi fängt sich nach einem schlechten Start in unserem Quiz. Ist er fit genug für die Regierungsratswahlen? (Bild: bra)

Michael Töngi tritt für die Grünen an

2min Lesezeit

Der Vorstand der Grünen Kanton Luzern schlägt Michael Töngi als Regierungsratskandidaten vor. Mit dem Kantonsrat aus Kriens wollen die Grünen einen Kurswechsel im Regierungsrat einleiten. Dieser sei nötig, damit der Kanton wieder «flott» werde und seinen Verpflichtungen nachkomme. 

Die Grünen bereiten sich mit ihrem Leader auf die Regierungsratswahlen 2015 vor. Sie wollen mit dem Kandidaten Michael Töngi ins Rennen, wie die Partei heute Morgen an einer Medienkonferenz bekannt gab. Mit dem Krienser Kantonsrat wurde der Favorit von ursprünglich fünf möglichen Kandidaten auserkoren. «Töngi ist die ideale Kandidatur. Er ist erfahren, dossiersicher und in ganz unterschiedlichen Themen sattelfest», sagt die Parteileitung. 

Töngi ist ein Grüner «der ersten Stunde» und gründete die Ortsgruppe der Grünen in Kriens mit, 1990 wurde er Einwohnerrat und neun Jahre später Einwohnerratspräsident. 2004 übernahm er als Co-Präsident der Grünen Kanton Luzern eine Leitungsfunktion.

Langjährige Exekutiverfahrung könne er zwar nicht vorweisen, dafür aber eine breite politische Erfahrung. Seit 2007 ist Michael Töngi Kantonsratsmitglied der Verkehrs- und Baukommission. Beruflich ist er Generalsekretär des Schweizerischen Mieterinnen- und Mieterverbands, einer der grossen schweizerischen Verbände.

Aktuell amtet er zudem als Präsident des Verkehrsclubs der Schweiz (VCS), Sektion Luzern. Der 47-Jährige äussert sich zu vielen Themen, besonders aber zur Finanz- und Steuerpolitik.

Kurswechsel angestrebt

Die Grünen wollen mit Töngi einen Kurswechsel im Regierungsrat und dabei auch Regierungsverantwortung übernehmen. «Wir haben zu viel Zeit damit verbracht, Berichte und Strategien zu verfassen, um sie nachher wegen fehlender Finanzen in den Papierkorb zu werfen», sagt Töngi. Sein Ziel: Der Kanton soll eine Finanzplanung machen, die längerfristige Zielsetzungen erfüllt. 

Dass die Nomination eine linke Kandidatur der SP konkurrenzieren wird, glaubt Töngi nicht.«Es braucht einen zweiten linken Sitz in der Regierung. Und eine Auswahl ist wichtig für die Wähler.» 

Am 15. Oktober wird die Kandidatur an der Nominationsversammlung der Grünen offiziell. Im Vorfeld interessierten sich noch vier weitere Mitglieder der Grünen für eine Regierungsratskandidatur. Es waren dies die Kantonsratsmitglieder Monique Frey (48, Emmen), Heidi Rebsamen (52, Luzern), der Krienser Gemeinderat Cyrill Wiget (52) und Hannes Koch (41), Einwohnerrat in Horw. 

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