Die Seite ist noch via google-Cache erreichbar. (Bild: Screenshot google)
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Das kurze Leben von «Bullshit 14»

2min Lesezeit

Die Satire war von kurzer Lebensdauer: Nachdem die Medien am Montag die Persiflage auf die BS14-Webseite publik machten, war bs-14.ch bereits wenige Stunden darauf wieder verschwunden. Eigentlich schade, denn selbst die offiziellen BS14’ler nahmen die Satire auf die leichte Schulter.

Die Webseite des Vereins bürgerlicher Stadtrat 2014 dürfte in den letzten 24 Stunden so viele Zugriffe verzeichnet haben wie nie zuvor. Allerdings nicht die offizielle, unter www.bs14.ch erreichbare, sondern www.bs-14.ch. «Bullshit 14» nannte sich die Satire, welche die Kandidaten für den Zuger Stadtrat aufs Korn nahm. Als Verfasser wurde Vujo Gavric angegeben, der Bachelor des Schweizer Privatsenders «3+». Sein Motiv? «Dieser traurige Altherrenhaufen, hat mir den Rest gegeben. Sorry Leute, fünf bürgerliche Männer im Zuger Stadtrat, das kann es nicht sein», wird er auf der Seite «zitiert».

Nun also ist die Satire, die die fünf bürgerlichen Stadtratskandidaten Stefan Moos, Karl Kobelt, Urs Raschle, Jürg Messmer und André Wicki als «The Bullshit Boys» bezeichnet, bereits wieder verschwunden. Die offizielle BS14 weiss nichts davon. «Nein, das  haben wir nicht veranlasst», kann auch Vereinsvizepräsident Ulrich Bollmann das Aus nicht erklären. Allenfalls sei der Provider wegen den Namensrechten eingeschritten.

Kalte Füsse bei den Verfassern?

Und auch Vorstandsmitglied Gregor Bruhin, dessen Zuwachs auf der Seite noch unter dem Titel  «5 ½-Freunde» lief, weiss von einem Einschreiten nichts. «Allenfalls haben die Verantwortlichen kalte Füsse bekommen», spekuliert der Zuger SVP-Kantonsratskandidat. «Immerhin enthielt die Seite ja doch einige ehrverletzende Aussagen.»

In einem aber sind sich Bollmann wie auch Bruhin einig: man hätte die Satire relativ gelassen genommen. Daher sei hier auch verraten, wie man die wichtigsten Inhalte der Seite auch weiterhin betrachten kann: unter www.google.ch nach www.bs-14.ch suchen und dann beim Suchresultat über das grüne Dreieck «Im Cache» wählen. Zumindest, bis google einem allfälligen Löschantrag des anonymen Denunzianten zugestimmt hat.

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