Die Hardcore-Band Insanity spielte am Samstag am Gränichen-Openair. (Bild: www.anshixarts.com)
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Die Hardcore-Band Insanity spielte am Samstag am Gränichen-Openair. (Bild: www.anshixarts.com)

Luzerner Band Insanity verliert Gage nach wilder Party

3min Lesezeit

Die Luzerner Hardcore-Band Insanity verliert beim Feiern am Openair Gränichen ihre Konzertgage. Auf Facebook startete die Band eine Suchaktion. Insanity-Sänger Tobias Küng erzählt von den Reaktionen ihrer Fans – und einer grossen Überraschung.

Pascal Zeder

Shit Happens: Die Luzerner Hardcore-Grössen Insanity spielten am Samstag das Openair Gränichen. Nach der schweisstreibenden Show in vollem Zelt feierte die Band mit treuen Fans. «In unserer Szene kennt man sich gut, da verstecken wir uns nicht im Backstage», erzählt Sänger Tobias Küng.

Mit dabei auf Feier-Tour: die Konzertgage. Jemand hatte sie im Sack, als die Band feiern ging. Das stellte sich als nicht sehr weise Entscheidung heraus: Der Geldträger verlor das Couvert mitsamt Geld auf dem Campus.

Von Unglauben bis Mitleid alles gehört

«Wir sind am Sonntag aufgewacht und die Gage war weg», erinnert sich Küng. Wer sie verloren hat, darüber lege die Band den «Mantel des Schweigens», wie er sagt. «Das hätte jedem von uns passieren können», sagt der Sänger lachend. Per Facebook startete die Band einen Aufruf an ihre Fans: «Hat vielleicht jemand unsere Gage gefunden? Weisses Couvert, mit ‹Insanity› angeschrieben.... Gerne bei uns melden!»

 

Er nimmt den Vorfall mit viel Humor: «Das Festival war grossartig, wir hatten eine tolle Zeit mit befreundeten Bands, den Veranstaltern und nicht zuletzt den Zuschauern.» Sie seien deshalb nicht nur als Band, sondern eben auch als Besucher am Festival gewesen.

Sie hätten bereits am Sonntag Rückmeldungen von Fans bekommen. «Von ungläubigen Fragen wie ‹Was läuft mit euch?› bis hin zu Mitleid haben wir vieles gehört», so Küng.

Dieser Besucher genoss die Insanity-Show am Gränichen:

 

Alkohol sei schon geflossen, «an einem Festival ist kaum ein Besucher tropfnüchtern», aber es sei nicht der Grund für den Verlust des Zahltags. Solche Dinge würden einfach passieren. Doch Küng räumt mit einem Schmunzeln ein: «Wären wir direkt nach der Show nach Hause gefahren, hätten wir das Geld nicht verloren.» Zum verlorengegangenen Geldbetrag sagt er nur: «Die Gage ist vertraglich geregelt, darüber kann ich keine Auskunft geben», sagt Küng.

Ehrlicher Finder überrascht Band

Unglaublich, aber bereits folgte die Entwarnung. Küng: «Jemand hat das Couvert gefunden und abgegeben. Wir konnten es kaum glauben.» Grund sei auch die familiäre Szene, in der sich die Hardcore-Band bewege, so Küng: «Wie gesagt, man kennt sich sehr gut. Wir gehen sehr respektvoll miteinander um, so kann ich mir auch die Ehrlichkeit des Finders erklären.» Gerechnet habe er damit aber sicher nicht.

So hat der Abend in Gränichen trotz Schockmoment ein Happy End genommen. Und die Band ist um eine sehr schöne Erinnerung reicher.

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