Corinne Imbach, hier in ihrem Atelier, übernimmt das Treibhaus Luzern.
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Corinne Imbach, hier in ihrem Atelier, übernimmt das Treibhaus Luzern.

Corinne Imbach übernimmt Treibhaus Luzern

3min Lesezeit

Im Luzerner Jugendkulturhaus Treibhaus gibt es einen Wechsel in der Chefetage: Corinne Imbach übernimmt ab dem 1. August. Die 30-Jährige ist als OK-Präsidentin des Luzerner Fests und selbsternannte «Ideen-Kuratorin» gut vernetzt und engagiert. Was passiert nun mit ihren vielen Engagements?

Pascal Zeder

Die Luzerner Jugendkultur bekommt ein neues Gesicht: Corinne Imbach übernimmt das Luzerner Treibhaus ab dem 1. August 2017. Sie folgt auf Fabian Fuchs, der das Haus während der letzten drei Jahren geleitet hat.

Fuchs begleitete die Entwicklung mit der direkt anliegenden Emmi-Überbauung, bei der von Beginn weg die Sorge bestand, dass es seitens der Bewohner Beschwerden über Lärm geben könnte (zentralplus berichtete). Er hat während seiner Amtszeit bei der neuen Nachbarschaft ein Verständnis für die Jugendarbeit des städtisch subventionierten Hauses geschaffen. Weiter hat das Jugendhaus unter Fuchs wieder mehr auf die Jüngeren gesetzt – in den letzten Jahren gab es vermehrt Programmgruppen im Partysegment, organisiert von Teenagern.

In der Stadt gut vernetzt

Jetzt übernimmt Corinne Imbach. Die 30-Jährige ist politisch gut vernetzt – immerhin arbeitet sie im Stiftungsrat von «Luzerner helfen Luzernern» im Rahmen des Luzerner Fests mit Stapi Beat Züsli zusammen. Weiter präsidiert die Luzernerin das OK des Luzerner Fests seit Herbst letzten Jahres (zentralplus berichtete). Das Treibhaus kennt sie selber als Aktivistin: Mit dem «Queer-Office» hat Imbach selber Veranstaltungen organisiert.

Fabian Fuchs genannt «Fesch» leitet das Treibhaus (Bild: Webseite Treibhaus)
Fabian Fuchs genannt «Fesch» tritt als Leiter des Treibhauses ab (Bild: Webseite Treibhaus).

Auf die Frage, wie sie zurück zum Treibhaus fand, sagt Imbach: «Ich habe mich vor drei Jahren bereits beworben. Damals war es knapp und Fabian Fuchs hat die Stelle bekommen. Als der Job jetzt erneut ausgeschrieben war, habe ich gemerkt: Ich habe noch immer Begeisterung für das Haus.»

Imbach behält Atelierplatz – reduziert beim Luzerner Fest

Die Kulturmanagerin führt seit 2012 ihre eigene Firma «Kultur Kopf» und nennt sich selbst Ideen-Kuratorin. Das Büro wird weiter bestehen: «Ich behalte sicher meinen Atelierplatz – nur mit limitierten Aufträgen», so Imbach. Auch bei «Luzern tanzt» ist sie engagiert – dort werde sie reduzieren. Und beim Luzerner Fest gibt sie die Geschäftsstelle nach drei Jahren ab: Sie bleibt der Benefizveranstaltung als Stiftungsratsmitglied und als OK-Präsidentin erhalten.

Für eine Aussage über die Richtung, die sie im Treibhaus einschlagen möchte, sei es zu früh, so Imbach. Nur so viel: «Spartenübergreifende Projekte sind immer spannend – ich mag es, wenn es eine Durchmischung von Themen gibt.»

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