Luzerner Fotografen an grösster Schweizer Werkschau

5min Lesezeit

Im Januar 2016 können sechs Luzerner an der grössten Schweizer Foto-Werkschau in Zürich ausstellen. Dabei zeigen sie die ganze Bandbreite – von Architektur über Strassenfotografie bis hin zu Fashion und Beauty ist alles dabei. zentral+ vermittelt davon schon mal einen ersten Eindruck.

Die «photo» ist die grösste Werkschau für Schweizer Fotografie. Jährlich zeigen hier über 150 nationale und vereinzelt auch internationale Fotografen aktuelle Arbeiten – in fünf Industriehallen auf dem Maag-Areal in Zürich mit über 3500 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

Vom 8. bis zum 12. Januar wird die «photo» nun erneut Schweizer Talente präsentieren. Dabei stellen dieses Jahr auch sechs Fotografen aus Luzern ihre Bilder aus. Hier ein kleiner Vorgeschmack.

Architektur zwischen den Zeiten

Der Fotograf, Architekt und Künstler Heinz Fischer beschäftigt sich in seiner Fotografie primär mit den Themen Architektur, Stadt und Landschaft. An der «photo» stellt er Bilder aus zwei verschiedenen Fotoserien aus. «Zwischen den Zeiten» zeigt urbane Orte, die – menschenleer – eine spezielle Stimmung ausstrahlen und nach Fischer nicht mehr in die heutige Zeit passen. In der zweiten Serie «Für die Ewigkeit» beschäftigte er sich mit der Darstellung von Architektur und dem Wesen der Bauwerke.

Gegensätze der Welt

Der Musiker und Fotograf Thomas Blasotto aus Weggis sagt zum Thema Fotografie: «Ein Bild knipst man nicht nur, man komponiert es. Das Zusammenspiel von Tiefenschärfe, Farben und Kontrasten beginnt im Kopf, bevor man sich in der wirklichen Welt auf die Suche macht.» Blasotto stellt Ausschnitte aus dem vielbeschäftigten und aufregenden New York der wunderschönen und stillen Bergwelt der Melchsee Frutt gegenüber.

Nicht nur schön

Jaqueline Lipp aus Grosswangen wird an eine Serie von Fashion-Fotografien ausstellen. Die Fotografin wollte mit ihrer Arbeit anecken. Sie zeigt nicht klassisch schöne Fashion-Bilder, sondern fordert mit ihrer Serie auch Mut zur «Garstigkeit und Verkehrtheit». Für Lipp sind die Bilder «eine Art Stilleben, welche Posen zeigen, die verschoben wirken, leicht surreal und losgelöst von der Wirklichkeit».

Reste von Kreativität

Die aus Sursee stammende Livia Faden fotografierte auf einem Kurztrip nach Berlin eine Bilder-Serie. Den Fokus legte sie dabei auf die ehemalige Heilstätte in Beelitz, eine Ruinen-Landschaft, welche in Trümmern und Überresten von illegalen Partys liegt. An der photo zeigt sie eine Serie von Bildern mit zerrütteten Gängen und versprayten Wänden. Das alles strahle aber dennoch eine gewisse Kreativität und Spannung aus, findet die Fotografin.

Das Unselfie

«Das Selfie ist die populärste Fototechnik der Gegenwart. Es verändert unseren Blick auf die Welt, weil wir ihr permanent im Weg stehen», schrieb der «Spiegel» zur Dimension, die dieser Trend mittlerweile angenommen hat. Und es gibt immer wieder neue Selfie-Trends wie das Duckface, das Belfie, des Footsy und wie sie alle heissen. Und jetzt? Jetzt sei das Unselfie auf dem Vormarsch, findet Martin Baumgartner.

Mit der Serie «Unselfies», welche Baumgartner zeigen wird, untersucht der Luzerner Fotograf die Beziehung zum Selbstportrait. Was ist ein Unselfie überhaupt? Ein Selbstportrait mit Mut zur Hässlichkeit? Ein Selbstbildnis zur allgemeinen Belustigung? Sein Versuch hat ein bisschen von allem.

Farben im Gesicht

«Schrill, fröhlich, bunt, jugendlich, unbeschwert, schön. Beautyfotografie halt», so beschreibt die selbständige Fotografin Anja Wurm aus Luzern ihre Bilderserie, welche an der photo zu sehen sein wird. Entstanden ist eine bunte Zusammenstellung von Bildern.

x
Ist Ihnen unabhängiger Journalismus etwas wert? Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie zentral+, Beiträge wie diesen zu realisieren.

Ihre Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, müssen Sie auf zentralplus eingeloggt sein.
Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich jetzt und profitieren Sie
von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Mehr Kultur