EVZ auf historischer Mission

2min Lesezeit

Der Gewinn des Schweizer Cups ist längst nicht so prestigeträchtig wie ein Meistertitel. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Denn grosse Siege über Rapperswil haben bei den Zugern schon viel Positives bewirkt.

Für die überwiegende Mehrheit der EVZ-Spieler und Trainer Dan Tangnes ist es der erste Titelgewinn der Karriere überhaupt. Dafür haben sie sich vor einer stimmungsgeladenen Kulisse ins Zeug gelegt und den Letzten der National League über weite Strecken im Griff gehabt (zentralplus berichtete). Mit den Auswärtssiegen in Lugano (Achtelfinal), Bern (Halbfinal) und zuletzt Titelverteidiger Rapperswil-Jona Lakers haben sie in den fünf Spielen auf dem Weg zum Cupsieg 2019 drei Kontrahenten aus der National League eliminiert.

Nach dem Gewinn der Meisterschaft 1998 haben die Zuger nun den zweiten Titel in ihrer Klubgeschichte geholt. Das ist aller Ehren wert. Zudem werden sich die EVZ-Macher über den Siegercheck von gut 350'000 Franken freuen.

Mit Rückenwind und Vertrauen

Vielleicht noch wichtiger: Der Erfolg wird dem aktuell Zweiten der National-League-Qualifikation Auftrieb und Vertrauen geben im Hinblick auf die am 9. März beginnenden Playoff-Viertelfinals. Sie haben nun die Selbstsicherheit, in entscheidenden Spielen einen Weg zum Sieg finden zu können. Und das vor dem Hintergrund, dass von den Zugern in diesem finalen Kampf um die Meisterschaft keine Heldentaten erwartet werden. Mit den Zuzügen von Über-Goalie Leonardo Genoni und Grégory Hofmann wird das erst ab nächstem Herbst ganz anders sein.

Und die Geschichte zeigt: Grosse Siege gegen Rapperswil vermochten den EV Zug schon immer zu beflügeln. 1998 auf dem Weg zum Titelgewinn traf Misko Antisin in der Verlängerung des siebten Playoff-Viertelfinalspiel zum 3:2. 2007 lag der EVZ wiederum in einem Viertelfinal 0:3 nach Siegen hinten, als die Entscheidung in Spiel 4 in Rapperswil das Penaltyschiessen bringen musste. Der heutige Ambri-Sportchef Paolo Duca entschied es damals für die Zuger. Danach reihten diese weitere drei Siege an und zogen in die Halbfinals ein.

In den nächsten Wochen und Monaten hat es der Cupsieger 2019 in der Hand, als erster National League-Klub das Double zu holen.

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Der Kommentar

von Christian Hug

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Die Zuger Regierung macht weiter wie bisher – und vergibt so die Chance auf einen Neuanfang. Dass Beat Villiger in der Sicherheitsdirektion verbleibt, ist vor allem ein verpasstes Signal.

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Die Zuger Regierung macht weiter wie bisher – und vergibt so die Chance auf einen Neuanfang. Dass Beat Villiger in der Sicherheitsdirektion verbleibt, ist vor allem ein verpasstes Signal.

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von Valeria Wieser

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Nachdem Beat Villiger an seinem Amt festhält, stellt sich eine grosse Frage. Schafft es der angeschlagene Sicherheitsdirektor in den nächsten Monaten als respektierter und entscheidungsfähiger Regierungsrat wahrgenommen zu werden? Die...

Nachdem Beat Villiger an seinem Amt festhält, stellt sich eine grosse Frage. Schafft es der angeschlagene Sicherheitsdirektor in den nächsten...

Nachdem Beat Villiger an seinem Amt festhält, stellt sich eine grosse Frage. Schafft es der angeschlagene Sicherheitsdirektor in den nächsten Monaten als respektierter und entscheidungsfähiger Regierungsrat wahrgenommen zu werden? Die Kommunikation am Donnerstag vermittelt einen anderen Eindruck.