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Die Zuger Regierung macht weiter wie bisher – und vergibt so die Chance auf einen Neuanfang. Dass Beat Villiger in der Sicherheitsdirektion verbleibt, ist vor allem ein verpasstes Signal.

Mit dem Entscheid, dass die bisherigen Regierungsräte ihre alten Departemente behalten (zentralplus berichtete), spricht sich die Zuger Regierung für Kontinuität aus. Und bekundet so ihre Unterstützung für den angeschlagenen Sicherheitsdirektor Beat Villiger. Denn aus der Innensicht eines Gremiums ist klar, dass ein unter Druck erfolgter Wechsel auch als Zeichen der Schwäche hätte gesehen werden.

Tatsächlich aber hätte die Regierung mit einem Wechsel ein Zeichen der Stärke gesetzt. Ein Zeichen an die Bevölkerung, dass man sich der besonderen Sensibilität der Sicherheitsdirektion bewusst ist und man dessen Integrität um jeden Preis zu schützen weiss. Kommt hinzu, dass Villiger nach eigener Aussage für einen Wechsel offen gewesen wäre.

Kritische Stimmen ignoriert

Mit dem Aussitzen aber fragt man sich, ob die Regierung die kritischen Stimmen der letzten Wochen überhaupt gehört hat. Und sie ernst nimmt. Denn wer sich auf Zugs Strassen umhört, begegnet nicht selten altbekannten Stereotypen.

Genährt werden diese durch den jüngst bekannt gewordenen Umstand, dass nun gegen die Person ermittelt wird, welche die ganze Affäre erst öffentlich machte (zentralplus berichtete). Wer den Medien Informationen zuspielt, soll belangt werden, während die Luzerner Staatsanwaltschaft nach Meinung zahlreicher Experten einen zumindest sehr fragwürdigen Einstellungsentscheid zugunsten Villigers fällte. Ob die Zuger Regierung diese Sicht ausreichend bedacht hat?

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