Im Rahmen des Projektes «Ebikon lebt» und dem jüngst vorgestellten Seerosen-Projekt könnte das Zentrum in Ebikon schon bald von einer Aufwertung profitieren (Visualisierung).
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Im Rahmen des Projektes «Ebikon lebt» und dem jüngst vorgestellten Seerosen-Projekt könnte das Zentrum in Ebikon schon bald von einer Aufwertung profitieren (Visualisierung).   (Bild: zvg)

Zentrum Ebikon lässt sich mit wenig Aufwand aufwerten

4min Lesezeit

Das Zentrum in Ebikon soll saniert und aufgewertet werden – so weit sind sich wohl alle einig. Wie das genau aussehen soll, ist jedoch noch nicht geklärt. Das jüngst eingereichte Projekt Seerose zeigt, wie das Zentrum mit wenig Aufwand aufgewertet werden könnte.

Sara Hensler

Noch gleicht das Zentrum Ebikons eher einer Durchfahrtsstrasse als einem Quartierzentrum. Das soll sich jedoch schon bald ändern, so sieht es der Masterplan der Gemeinde aus dem Jahr 2015 vor.

Einig sind sich sowohl Bevölkerung, Gemeinde als auch die seither eingereichten Projekte in einem Punkt: Die Kantonsstrasse, die durch das Zentrum der Gemeinde führt, soll saniert und das Zentrum der Gemeinde attraktiver gestaltet werden.

Projekt Seerose fürs Ebikoner Zentrum

«Das grosse Potential der Gemeinde Ebikon und dessen Zentrums wird noch nicht vollumfänglich ausgeschöpft», findet auch Dimitri Meier. Er ist Architekt und Bauökonom und hat deshalb gemeinsam mit seinem Jungunternehmen Studio Unite in Eigenleistung eine Konzeptstudie zur Zentrumsaufwertung entwickelt.

Das sogenannte Seerosen-Projekt bietet eine Alternative zu den bereits eingereichten Projekten in Ebikon. Die Grundidee ist einfach: Einige der Parkplatzflächen mitten im Gemeindezentrum sollen zu öffentlichen Treffpunkten umfunktioniert werden. «Wir haben festgestellt, dass Ebikon viele Flächen im Zentrum als Parkplatz besitzt, die sich eigentlich an bester sonniger Lage befinden», so Meier.

Das Projekt «Seerose» sieht eine Flaniermeile im Zentrum von Ebikon vor.
Das Projekt «Seerose» sieht eine Flaniermeile im Zentrum von Ebikon vor. Eine Blockstufen-Treppengestaltung würde ausserdem zum Verweilen einladen (Visualisierung). (Bild: rontal.ch)

Jedoch die Fussgängerbereiche auf der gegenüberliegenden Ladengasse-Seite liegen fast das ganze Jahr im Schatten. Die Parkplatzflächen auf der «Sonnenseite» entlang des Hügels bei der Kirche würden im Projekt Seerose durch geringen baulichen Aufwand zu gemütlichen Verweilplätzen umgestaltet werden.

Die bestehende Garage unterhalb des Löwen würde in einen Mehrzweck- oder Quartierraum mit Kaffee transformiert werden. Eine Blockstufen-Treppengestaltung verbindet ausserdem den Pfarreiheimplatz mit den neuen Aufenthaltsbereichen und soll zum Verweilen einladen.

Projekt beim Gemeinderat eingereicht

«Hierzu würden wir die bestehenden Bauten und Freiräume entlang der Kantonsstrasse auf der Höhe der Kirche mit dem historischen Dorfkern verbinden», erklärt Meier. Zwischen dem Spycher und dem alten Schulhaus könnte so ein Ort für Spiele wie Boule, Schach oder Kinderspielplätze entstehen. Die Asphaltstrasse würde durch eine Pflastersteinstrasse ersetzt.

Der Name des Projekts ist inspiriert von dem Wappen Ebikons, das ebenfalls eine Seerose zeigt. Wie die feinen Wellen, die um eine Seerose im Wasser entstehen, soll auch das Gemeindezentrum von Wellen durchdrungen werden – zumindest bildlich gesprochen. Von den historischen Bauten ausgehend würden kreisartige Linien auf dem Boden eingezeichnet.

Machbarkeitsstudie soll abgewartet werden

Das Projekt konnte bereits dem Gemeinderat Ebikon vorgestellt werden. Die Resonanz wäre gross, doch noch wolle die Gemeinde die Resultate der Machbarkeitsstudie des Masterplans abwarten. Mit diesen sei noch im Frühjahr diesen Jahres zu rechnen.

Die Machbarkeitsstudie wurde vergangenen Sommer von der Gemeinde in Auftrag gegeben. Sie prüft die Machbarkeit der Forderungen vom damaligen Initiativkomitee «Ebikon lebt». Diese beinhalten unter anderem, dass die Kantonsstrasse zwischen der Abzweigung Schlösslihalde und der Sonnen-Kreuzung in Richtung Dorfstrasse versetzt und durch einen tunnelähnlichen Bau überdacht wird. Auf Teilen der heutigen Strasse gäbe es so ebenfalls Platz für neue Wohnbauten (zentralplus berichtete).

Im Moment besteht das Zentrum in Ebikon noch aus einer Strasse – diese könnte jedoch schon bald in eine teilweise Flaniermeile transformiert werden.
Im Moment besteht das Zentrum in Ebikon noch aus einer Strasse – diese könnte jedoch schon bald in eine teilweise Flaniermeile transformiert werden. (Bild: zvg)

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