Künftig wird im Bruchquartier auf Backsteine, Beton und Holz gesetzt. (Bild: zvg)
Gesellschaft Wohnen

Künftig wird im Bruchquartier auf Backsteine, Beton und Holz gesetzt. (Bild: zvg)

Bruchquartier: Sitz der IG Arbeit weicht 40-Millionen-Pflegewohnheim

4min Lesezeit

Das Seminarhaus Bruchmatt in der Stadt Luzern wird abgerissen. Drei neue Gebäude sollen zur neuen Heimat des Wohn- und Pflegeheims Elisabethenheim werden. Obwohl die alte Lage am Rand des Gütschwalds geschätzt wurde, überwiegen die Vorteile des neuen Standorts klar.

Sara Hensler

Vor einigen Jahren wurde ein neuer Standort für das Wohn- und Pflegeheim Elisabethenheim gesucht. 2016 wurde man fündig und konnte das Seminarhaus Bruchmatt etwas weiter unten im Bruchquartier kaufen. Bis dahin hatte das Gebäude dem Verein der Bruchmattschwestern gehört (zentralplus berichtete). Damals war noch von einem Umbau des Gebäudes die Rede, mittlerweile ist klar, dass das gesamte Gebäude abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird. Genauer gesagt gibt es nicht nur einen Neubau, sondern gleich deren drei. 

Sie stehen hinter dem Projekt (von links): Projektleiter Felix Lienert, Spitalschwester Angela Hug, Verwaltungsratspräsident Bruno Wermelinger und die beiden Architekten Armando Meletta und Felix Gut.
Sie stehen hinter dem Projekt (von links): Projektleiter Felix Lienert, Spitalschwester Angela Hug, Verwaltungsratspräsident Bruno Wermelinger und die beiden Architekten Armando Meletta und Felix Gut. (Bild: sah)

Eine Mischung aus Backstein, Holz und Beton

Konkretisiert wurden die Baupläne von den Architekten Armando Meletta und Felix Gut. Ihr Projekt hatte sich nach städtischem Studienauftrag gegen vier andere Luzerner Architekturbüros durchgesetzt. Entstehen sollen drei Wohnhäuser, dies wurde am Dienstag von den Verantwortlichen präsentiert. «Eine Mischung aus Backstein, Holz und Beton wird die Erscheinung der drei Gebäude prägen und für Wohnlichkeit sorgen», erklärt Armando Meletta. «Durch die Unterteilung können in den drei Gebäuden Pflegewohngruppen, Kleinwohnungen, eine Arztpraxis, Gemeinschaftsräume und die Verwaltung in einer wohnlichen Atmosphäre untergebracht werden.»

«Der Park soll grösstmöglich erhalten bleiben, sodass sich die drei Häuser in einer grünen Oase wiederfinden.»

Felix Lienert, Verwaltungsrat und Projektleiter

Auch Felix Lienert, Verwaltungsrat und Projektleiter, betont die Wohnlichkeit und die städtebauliche Eingliederung ins Quartier. «Der Park soll grösstmöglich erhalten bleiben, sodass sich die drei Häuser in einer grünen Oase wiederfinden.» Zusätzlich biete die neue stadtnahe Lage durch den direkten Anschluss an den öffentlichen Verkehr und die Ausstattung mit mehr Parkplätzen Vorteile. 

Das Seminarhaus Bruchmatt: Bald wird hier ein neues Altersheim gebaut.
Das Seminarhaus Bruchmatt: Bald wird hier ein neues Altersheim gebaut. (Bild: jwy)

Was mit dem alten Gebäude passiert, bleibt offen

Hauptgrund für den Umzug und den Bau neuer Gebäude sei vor allem die zwar schöne, aber für ältere oder rollstuhlgängige Personen unpraktische Lage im Oberhochbühl. «Zwar bereitet der Ausblick auf Luzern vielen Freude, nimmt aber auch eine gewisse Selbstständigkeit», so Bruno Wermelinger, Verwaltungsratspräsident Elisabethenheim Luzern AG. Ausserdem seien die Zimmer relativ klein bemessen und ein Um- oder Neubau des jetzigen Gebäudes aus baulichen Gründen nicht möglich. 

Für die Umsetzung des Projektes geht Wermelinger von Kosten in der Höhe von rund 40 Millionen Franken aus. Das alte Gebäude im Oberhochbühl bleibt dabei zumindest bis zum Bezug der neuen Räumlichkeiten in Betrieb. Ob es jedoch auch nach dem Umzug an den neuen Standort im Jahr 2021 erhalten bleibt, beantwortet Wermelinger nur vage: «Auch nach dem Umzug an den neuen Ort bleibt dieses Gebäude im Besitz der Trägerschaft. Es ist aber noch offen, wie die Räumlichkeiten weiter genutzt werden.»

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