So sieht es an der Chamerstrasse 10 bis anhin aus. (Bild: wia)
Gesellschaft Café / Tearoom

So sieht es an der Chamerstrasse 10 bis anhin aus. (Bild: wia)

Bald tratscht man im Café statt beim Coiffeur

3min Lesezeit

Wo bis vor Kurzem in Hünenberg Haare geschnitten wurden, soll bald ein Café eröffnet werden. Das Baugesuch verrät schon überraschend viel über das Lokal, das dort entstehen soll – wenn auch nur auf Zeit.

Elias Wyrsch

Die Haare kann man sich hier seit September dieses Jahres nicht mehr schneiden. Ausgetratscht hat es sich in der Chamerstrasse 10 jedoch noch nicht, denn jetzt soll dort ein Café eröffnet werden.

Café statt Coiffeursalon

Dem Initiator des Projektes, Adem Kizildag, kommt die Schliessung des Coiffeurs «Ambiente» gelegen. Er will nämlich in den Räumlichkeiten das «Café Casa» eröffnen.

Das Baugesuch für den Umbau vom Coiffeursalon zum Café hat in Hünenberg öffentlich aufgelegen. Bis zum 10. Oktober konnte man dagegen Einsprache erheben.

Baugesuch wird durchgewinkt

Es scheint sich aber offenbar niemand an Kizildags Vorhaben gestört zu haben, denn es gab keine Einsprachen, verrät seine Frau, Reyhan Kizildag. Es soll schon bald losgehen mit den Umbauarbeiten. «Der Plan ist, dass das Café noch vor Neujahr eröffnet wird», so die Gattin des zukünftigen Geschäftsführers.

Dem Baugesuch ist einiges zu entnehmen. So soll das Café Platz für 20 bis 25 Gäste bieten.

Mehr als nur Kaffee

Neben Kaffee und anderen Getränken sollen eine Sandwich-Theke und eine Gelati-Theke entstehen. Dies lassen nicht nur die Baupläne erahnen, sondern bestätigt uns auch Kizildag.

Laut Baugesuch soll Parkett verlegt werden, ansonsten werde die Einrichtung schlicht und heimelig, so die Frau des Gastronomen weiter.

Ausschnitt aus dem Baugesuch.
Ausschnitt aus dem Baugesuch. (Bild: wia)

Das Zielpublikum des «Café Casa» soll breit sein, erklärt Kizildag: «Das Café soll für jeden sein, vom Jugendlichen, der ein Sandwich will, bis zum Arbeiter, der am Morgen den Kaffee holt oder am Abend ein Bier trinken kommt.»

Erfahrung im Gastrobusiness

Kizildag hat Erfahrung im Gastrogewerbe. Er war Geschäftsführer der Adda One GmbH, deren Zweck der Betrieb von Restaurants und anderen gastgewerblichen Betrieben sowie Herstellung, Verkauf und Auslieferung von Lebensmitteln war.

2016 haben er und seine Geschäftspartnerin Fatma Cocen alle Anteile abgetreten. Unter der neuen Leitung ist die GmbH dieses Jahr Konkurs gegangen. Ob dem neuen Café mehr Erfolg bevorsteht, wird sich zeigen.

Eine kurze Geschichte

An diesem Standort wird das Lokal ohnehin nicht lange bleiben können. Denn das Haus an der Chamerstrasse 10 wird der geplanten Zentrumsüberbauung (zentralplus berichtete) weichen müssen. Aufgrund von Einsprachen könnte das Eintreten dieses Zeitpunktes allerdings noch dauern.

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