In der Stadt, wie hier am Pilatusplatz, haben sich teilweise grosse Pfützen gebildet. (Bild: les)
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In der Stadt, wie hier am Pilatusplatz, haben sich teilweise grosse Pfützen gebildet. (Bild: les)

Hochwasser in Luzern: Die grösste Gefahr scheint gebannt

3min Lesezeit

Die starken Regenfälle der letzten Nacht liessen die Pegel der Luzerner Flüsse teils stark ansteigen. Auch am Mittwochnachmittag ist der Wasserstand an verschienen Orten immer noch ziemlich hoch. Was das Hochwasser betrifft, geben die Behörden mittlerweile aber Entwarnung.

Die aktuelle Wetterlage brachte wie angekündigt vor  allem in der Nacht auf Mittwoch grosse Mengen an Regen. Anfang der Woche hatten die Meteorologen für die ganze Schweiz vor Hochwasser gewarnt. Auch für Flüsse wie die Reuss oder die kleine Emme (zentralplus berichtete).

Viel Wasser in den Flüssen

Ein Augenschein bestätigt, dass diese Gewässer derzeit sehr viel Wasser führen. Insbesondere die Kleine Emme kommt der Uferkante im Bereich des Seetalplatzes teilweise gefährlich nahe. Einen hohen Pegel weist auch die Reuss auf. Die Wassermenge, die derzeit durch das weit geöffnete Reusswehr fliesst, ist beträchtlich (siehe Video). 

Doch Sorgen machen muss man sich wohl nicht mehr. Die Situation scheint sich nun bereits wieder zu entspannen. «Mit Hochwasser muss bis auf Weiteres nirgends im Kanton Luzern gerechnet werden, sagt Urs Zehnder, Projektleiter Naturgefahren beim Kanton.

«Die Kleine Emme hat im Verlauf der Nacht ihren Höchststand erreicht. Der Wasserstand nimmt seither ab.» Meldungen über Schäden oder geflutete Gebäude seien bislang beim Kanton nicht eingegangen. Auch bei der Reuss gebe es derzeit keine Hinweise, dass die Lage kritisch werden könnte.

Vierwaldstättersee wird noch ansteigen

Etwas anders präsentiere sich die Situation indes im Vierwaldstättersee: «Hier erwarten wir, dass der Pegel bis etwa Freitagmittag noch ansteigt», so Zehnder. Dies weil in den Zuflüssen aus den Innerschweizer Kantonen noch einiges an Wasser erwartet wird.

Hochwassergefahr entstehe aber auch hier mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht. «Derzeit liegt der Wasserstand gut 40 Zentimeter unterhalb der kritischen Grenze. Die zu erwartenden Wassermengen werden kaum in der Lage sein, diese Schwelle zu überschreiten», sagt Zehnder.

Beim Xylofonweg kommt die Reuss sehr nahe an die Uferkante.
Beim Xylofonweg kommt die Reuss sehr nahe an die Uferkante. (Bild: bic)

Entspannung in Sicht

Relativ gelassen betrachtet man die Lage auch bei der Stadt Luzern. «Das Reusswehr ist bis jetzt noch nicht komplett geöffnet. Sollte sich die Lage zuspitzen, könnten wir also noch Gegensteuer geben», erklärt Heinz Zurkirchen, Leiter der städtischen Werke.

Auch wenn es aktuell keine Hinweise auf eine erhöhte Gefahr gebe, werde man die Situation dennoch genau beobachten, um allenfalls in Absprache mit dem Kanton Massnahmen treffen zu können. Da die Wetterprognosen bis Ende Woche aber weitere Entspannungen vorhersagten, werde die Gefahr wohl nicht mehr gross zunehmen.

Laut «Meteoschweiz» ist bereits am Mittwochabend mit nachlassenden Niederschlägen zu rechnen. Es soll auch erste Aufhellungen geben. Der Donnerstag wartet laut den Prognosen mit ziemlich sonnigem Wetter auf.

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