Die PH Luzern weist für das Jahr 2018 ein Defizit von 2,3 Millionen Franken aus. (Bild: bic)
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Die PH Luzern weist für das Jahr 2018 ein Defizit von 2,3 Millionen Franken aus. (Bild: bic)

2,3 Millionen Franken fehlen: PH Luzern mit Defizit

3min Lesezeit

Das Finanzergebnis 2018 der Pädagogische Hochschule Luzern fällt negativ aus: Die Hochschule verzeichnet ein Defizit von 2,3 Millionen Franken.

Die PH Luzern weist für das Jahr 2018 zum zweiten Mal in Folge ein Defizit aus. Der Hochschule fehlen 2,3 Millionen Franken. Damit fällt das Defizit höher aus als 2017: Damals fehlten der PH Luzern 1,9 Millionen Franken (zentralplus berichtete).

Das Defizit fällt 2018 somit trotz Sparmassnahmen von rund einer Million Franken höher aus. Wie die PH Luzern am Dienstag mitteilte, gebe es dafür zwei Gründe. Zum einen seien die Kürzungen des kantonalen Trägerbeitrags eine der Ursachen. Zum anderen die geringeren Beiträge der Herkunftskantone pro Studierenden gemäss Fachhochschulvereinbarung.

«Weiter Sparmassnahmen nicht zu vermeiden»

Hans-Rudolf Schärer sagte gegenüber der «Luzerner Zeitung»: «Mit den Sparmassnahmen, die wir beschlossen haben, wird bereits heute die Qualität der Ausbildung tangiert.» Der kantonale Trägerbeitrag decke einen immer kleineren Teil der Kosten für Infrastruktur. Dies, obwohl er dafür und für die Forschung vorgesehen wäre. Deswegen habe die Hochschule andere Erträge in Mietzinsen und in den Unterhalt des Gebäudes investieren müssen – statt in die Ausbildung von Lehrpersonen.

Weitere Sparmassnahmen seien nicht zu vermeiden, wenn die PH Luzern weiterhin mit einem Trägerschaftsbeitrag von 4,4 Millionen Franken wirtschaften müsse. Somit würde die Qualität der Ausbildung nicht mehr nur tangiert, sondern beschädigt werden, so Schärer weiter.

Antrag auf Erhöhung der Trägerschaftsbeiträge eingereicht

Im aktuellen Aufgaben- und Finanzplan sind für die Jahre 2020-2022 höhere Trägerschaftsbeiträge von 5,1 Millionen Franken pro Jahr vorgesehen. Das reiche laut Schärer jedoch nicht aus, um «künftig ausgeglichene Rechnungen zu präsentieren». Man hoffe nun auf eine zusätzliche Erhöhung des Trägerschaftsbeitrags, um die Infrastrukturkosten damit decken zu können. Dem Regierungsrat habe man dies so dargelegt.

Bildungsdirektor Reto Wyss bestätigte gegenüber der «LZ» einen entsprechenden Antrag auf Erhöhung. Die Luzerner Regierung werde diesen Antrag «im Rahmen der Hochrechnungen und der finanziellen Gesamtsituation mit Blick auf den Aufgaben- und Finanzplan 2020-23 prüfen.»

Neuer Rekord bei der Anzahl Studierenden

Die PH Luzern vermeldete jedoch auch erfreulichere Nachrichten. Für den Studienbeginn im September 2019 haben sich an der PH Luzern insgesamt 578 Studierende neu eingeschrieben – das sind sogar wenige mehr als im Rekordjahr 2018. Damals waren es 576 Studierende.

Auch die Schulische Heilpädagogik konnte nochmals zulegen, wie die PH Luzern mitteilt. 121 Lehrpersonen treten im Herbst 2019 die Ausbildung an. Das sind 13 Personen mehr als 2018.

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