Gegen Food-Waste – für mehr Solar-Anlagen

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Im Hinblick auf die Klima-Sondersession des Kantonsrates am 24. Juni nimmt die SP den Food-Waste im Visier. Die Partei fordert vom Kanton ein aktiveres Vorgehen gegen Lebensmittelverschwendung. Zudem ortet die SP Potential für mehr Solaranlagen auf kantonalen Gebäuden.

In zwei dringenden Postulaten schlagen Kantonsrätin Sara Muff und Kantonsrat David Roth Lösungen vor, wie der Kanton Luzern seinen CO2-Austoss und Energieverbrauch reduzieren kann.

Handlungsbedarf orten sie bei der Ernährung: Dieser trage mit einem Anteil von 28 Prozent «bedeutend zur Gesamtumweltbelastung in der Schweiz bei», so die SP. Gleichzeitig würden jährlich 2,6 Millionen Tonnen Lebensmittelverluste anfallen, eine Menge von 140'000 Lastwagen. «Food-Waste ist ein Unding unserer Zeit. Wertvolle Ressourcen wie Wasser, Energie oder Boden werden verschwendet und vermeidbare CO2-Emissionen oder Biodiversitätsverluste sind nur zwei der negativen ökologischen Folgen», so Sara Muff.

Die Forderung des Vorstosses: Der Kanton Luzern müsse seine Verantwortung wahrnehmen und Massnahmen erarbeiten, um Food-Waste zu verhindern sowie bei kantonalen Institutionen die Verwendung von CO2-armen und regionalen Lebensmitteln fördern.

Dächer für Stromproduktion nutzen

In einem weiteren Vorstoss fordert die SP, dass der Regierungsrat sämtliche öffentliche Bauten überprüft und dem Kantonsrat eine Liste unterbreitet, welche dieser Bauten sich für Photovoltaik-Anlagen eignen.

«In der dicht besiedelten Schweiz würde die Errichtung von Photovoltaik-Farmen auf wenig Akzeptanz stossen und auch natürliche Lebensräume gefährden. Entsprechend gilt es ohnehin vorhandene Fläche an öffentlichen Gebäuden und Kunstbauten wie Lärmschutzwänden, Brücken, Stützmauern etc. konsequent zu nutzen», fordert SP-Kantonsrat David Roth.

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