Das Gebäude der ZHB Luzern wird zurzeit saniert. Fragen stellen kann man trotzdem, Antworten gibt ein Programm. (Bild: PD / SRF)
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Das Gebäude der ZHB Luzern wird zurzeit saniert. Fragen stellen kann man trotzdem, Antworten gibt ein Programm. (Bild: PD / SRF)

Luzerner Bibliothek testet künstliche Intelligenz

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Die Zentral- und Hochschulbibliothek wird via Mail oder vor Ort häufig mit denselben Fragen konfrontiert. In Zukunft soll ein Programm, basierend auf künstlicher Intelligenz, Antworten liefern. Es errät bereits beim Eintippen, wonach sich der Nutzer erkundigen könnte.

Gibt es in der Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) auch Kinderbücher? Welcher Standort hat am längsten geöffnet? Wie alt ist das älteste Buch der Sammlung? 

Wer solche Fragen hat, wird in Zukunft Antworten von «Lucebro» erhalten. Das ist nicht ein neuer Mitarbeiter der ZHB, sondern ein Auskunftsservice, der auf künstlicher Intelligenz (KI) basiert. Mit einem Pilotprojekt will die ZHB den Einsatz von KI im Bibliotheksalltag testen, wie sie am Montag mitteilt.

Dabei handelt es sich um ein intelligentes Frage-Antwort-Tool. Nutzen kann man den Dienst nach einer Registrierung via Mailadresse. Danach gelangt man zu einer Seite, auf der man seine Fragen stellen kann. Noch während man diese eintippt, erscheinen potenziell passende Antworten. Denn «Lucebro» erkennt vergleichbare Fragen und schlägt deren Lösungen vor. Es handelt sich dabei um Inhalte, die von Mitarbeitern der ZHB erfasst wurden.

Programm findet Experten

Die Fragen und Antworten werden vom System archiviert und indexiert, sodass eine schnelle Reaktion möglich sei. Wenn keine der vorgegebenen Antworten passt, ermittelt und benachrichtigt «Lucebro» automatisch eine Expertin unter den 100 Mitarbeitern der ZHB, die weiterhelfen kann.

Die grösste Bibliothek des Kantons ortet darin auch Potenzial, um die Dienstleistungen zu optimieren sowie innovative Methoden anzuwenden. Die Software «Lucebro» soll wiederkehrende Fragen schnell und unkompliziert beantworten – auch dann, wenn die Bibliothek geschlossen ist. Ein solcher 24/7-Service sei mangels Ressourcen bislang «mehr Wunsch als Realität» gewesen, schreibt die ZHB. Das Pilotprojekt dauert von April bis Juli.

Ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Programm beantwortet künftig Fragen von Bibliotheksnutzern. (Screenshot ZHB-Webseite)
Ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Programm beantwortet künftig Fragen von Bibliotheksnutzern. (Screenshot ZHB-Webseite)

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