Der Platz in den Deponien Zugs wird knapp. (Symbolbild: Adobe Stock)
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Der Platz in den Deponien Zugs wird knapp. (Symbolbild: Adobe Stock)

Zug braucht mehr Deponien – und muss sich neue Standorte suchen

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Der Platz in den Deponien Zugs wird knapp. Denn die aktuellen Prognosen zeigen, dass die Kiesgruben und auch die geplante Aushubdeponie Stockeri ab dem Jahr 2025 nicht mehr ausreichen werden.

Der Platz in den Deponien Zugs wird knapp. Wie der Kanton am Freitag schriftlich mitteilte, bestehe dringender Handlungsbedarf bei der Überprüfung der Abfall- und Deponieplanung insbesondere bei den Bauabfällen.

Die Abfallplanung ist ein strategisches Führungsinstrument des Kantons, um die Entsorgung sicherzustellen und die Entwicklung von der Abfallwirtschaft zu einer Stoffkreislaufwirtschaft voranzutreiben. Der Kanton prüfe diese Strategie periodisch und passe sie an die neuen Entwicklungen an. Im Rahmen dieser Überprüfung kam der Kanton zur Erkenntnis, dass der Platz in den Deponien knapp werde.

Der Platz in den Deponien wird knapp

Die hohe Bautätigkeit führe zu grossen Aushubmengen und durch den Rückbau von alten Gebäuden und Infrastrukturbauten entstünden grosse Mengen an mineralischen Bauabfällen. Unverschmutzter Aushub könne für die Auffüllung von Kiesgruben genutzt werden. Die aktuellen Prognosen zeigen jedoch, dass die Kiesgruben und auch die geplante Aushubdeponie Stockeri ab dem Jahr 2025 nicht mehr ausreichen werden, heisst es in der Mitteilung.

Daher müssten neue Deponiestandorte gesucht werden. Neue Standorte für Deponien seien jedoch schwierig zu finden. Sie würden sowohl bei der planerischen Sicherstellung als auch bei der Realisierung häufig zu Interessens- und Nutzungskonflikten führen. Die Ausscheidung neuer Deponiestandorte werde eine grosse Herausforderung sein. Auch Massnahmen gegen den Importüberschuss von Aushub aus den Nachbarkantonen und eine damit einhergehende zu rasche Auffüllung würden geprüft und schrittweise umgesetzt werden.

Bei belasteten deponierbaren Abfällen werde zusammen mit den Zentralschweizer Kantonen untersucht, ob gegebenenfalls zusätzliches Verwertungspotenzial vorhanden ist und ob mit geeigneten Massnahmen die Ablagerungs­mengen verringert werden können.

Mehr Recyclingbaustoffe verwenden

Zudem fand der Kanton im Rahmen der Überprüfung heraus, dass der Anteil von Recyclingbaustoffen am ge­samten Kiesumsatz seit einigen Jahren stagniere. Denn die Bauunternehmen würden die Bauabfälle soweit möglich zwar trennen. Viele mineralische Bauabfälle wie Beton, Mauersteine, Dachziegel und Asphalt könnten dabei in Bauabfallanlagen zu Recycling-Baustoffen wie Recycling-Kies und Recycling-Sand aufbereitet und später wieder in Bauvorhaben eingesetzt werden. 

Der Kanton wolle deshalb den Absatz von Recycling-Baustoffen (in Form von Recycling-Beton und Recycling-Asphalt) fördern. Recycling-Baustoffe sollzen dabei nicht nur bei öffentlichen Bauten vermehrt eingesetzt werden, denn diese Potenziale seien begrenzt. Es sollen auch Möglichkeiten zur Steigerung des Recycling-Anteils in privaten Bauwerken geprüft werden.

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