Die neue Plattform will auch bürgerlichen Initiativen die Vorteile der Digitalisierung verschaffen. (Bild: Facebookseite Collectus)
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Die neue Plattform will auch bürgerlichen Initiativen die Vorteile der Digitalisierung verschaffen. (Bild: Facebookseite Collectus)

Nun kommt die bürgerliche Sammel-Plattform

2min Lesezeit

Eine neue Plattform will die Unterstützung bürgerlicher Anliegen vereinfachen. Hinter dem Projekt steht ein Verein, dem auch Luzerner angehören.

Bürgerliche Initiativen und Referenden mit Unterschriften und Geld unterstützen: Das will die neue Plattform Collectus.ch ermöglichen, wie die Verantwortlichen am Donnerstag mitteilen. Hinter dem Projekt steht der Verein Collectus, zu dem auch die Luzerner Anian Liebrand und Daniel Erni gehören. Liebrand machte sich vor Jahren einen Namen als Präsident der Jungen SVP, Erni ist Inhaber einer Werbeagentur in Ebikon. Dort hat der Verein auch seinen Sitz.

Collectus.ch soll explizit als bürgerliches Pendant zur erfolgreichen Plattform Wecollect etabliert werden. Diese wurde von Kampagnenspezialist Daniel Graf gegründet und schaffte es innert kürzester Zeit, die Vorteile der Digitalisierung für demokratische Anliegen zu nutzen. Allerdings wurden einzelne Initiativen bei Wecollect abgelehnt, gemäss Medienberichten etwa die Volksinitiative «Zuerst Arbeit für Inländer» oder die Gesundheitskosten-Initaitive der CVP.

Das hat zu einer Gegenbewegung in Gang gesetzt. Letzten Herbst bereits hat der ehemalige Generalsekretär der Luzerner SVP ein eigenes Portal für Volksinitiativen lanciert (zentralplus berichtete). Und nun nimmt das Projekt des Vereins Collectus den Betrieb auf. 

E-Voting-Moratorium macht den Anfang

Präsidiert wird der Verein vom Ostschweizer Thomas Gemperle, genauso SVP-Mitglied wie Vizepräsident Ivan Louis. Anian Liebrand führt die Geschäftsstelle. Gleichwohl bezeichnet sich Collectus, dem auch freisinnige Politiker angehören, selber als überparteilich zusammengesetzter Verein. Die Plattform sei parteiunabhängig, der Verein werde basisdemokratisch entscheiden, welche Anliegen aufgenommen und unterstützt werden, heisst es in einer Mitteilung.

Die Plattform soll es ermöglichen, Initiativen und Referenden mit Online-Unterstützung in wenigen Schritten zu unterzeichnen oder dafür eine Spende zu tätigen. Darüber hinaus will der Verein die Stimmbürger über direktdemokratische Projekte und Prozesse informieren. Das Angebot richte sich an Parteien, Verbände, Komitees und Privatpersonen, die Unterstützer für ihre politischen Projekte gewinnen möchten.

Als erstes Projekt bewirbt Collectus.ch nun die eidgenössische Volksinitiative für ein E-Voting-Moratorium. Die Abklärungen für weitere Kooperationen seien im Gange.

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