Wesentlich dazu beigetragen hätten die guten Steuererträge der natürlichen Personen, die sich seit 2014 um mehr als einen Drittel erhöht haben. (Symbolbild: Adobe Stock)
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Wesentlich dazu beigetragen hätten die guten Steuererträge der natürlichen Personen, die sich seit 2014 um mehr als einen Drittel erhöht haben. (Symbolbild: Adobe Stock)

Statt eines Defizits resultiert ein Gewinn von 36,4 Millionen Franken

2min Lesezeit

Die Stadt Zug präsentiert einen guten Jahresabschluss 2018: Statt eines Defizits von 0,4 Millionen Franken resultiert ein Gewinn von 36,3 Millionen Franken.

 

Die Finanzlage der Stadt Zug könne als «sehr gut» bezeichnet werden, wie Stadtrat André Wicki, Vorsteher des Finanzdepartements, unterstreicht. Wesentlich dazu beigetragen hätten die guten Steuererträge der natürlichen Personen, die sich seit 2014 um mehr als einen Drittel erhöht haben: 2014 waren es noch 102,5 Millionen Franken, 2018 hingegen 141,2 Millionen Franken (Vergleich zum Vorjahr: 13,9 Millionen Franken).

Der Zuwachs der Steuern sei auf das anhaltende Bevölkerungswachstum mit «zum Teil sehr guten Steuerzahlenden», auf die gute Wirtschaftslage und Nachzahlungen aus den vergangenen Jahren zurückzuführen, teilt die Stadt Zug am Donnerstag schriftlich mit. Höher ausgefallen als budgetiert seien auch die Erträge bei den Quellensteuern und den Sondersteuern. Der Steuerertrag der juristischen Personen bleibe mit 79,1 Millionen Franken stabil – im Vorjahr waren es 80,8 Millionen Franken.

«Die Stadt Zug hat die Ausgaben im Griff», heisst es. Der budgetierte Aufwand von 272,7 Millionen Franken wurde um 2,8 Millionen Franken unterschritten. Wegen geringerer Investitionen hätten sich die Abschreibungen gegenüber dem Budget um 2,4 Millionen Franken gemindert.

Weniger Investitionen

Bei der Investitionsrechnung sei das anvisierte Ziel verfehlt worden: Statt der budgetierten 38,6 Millionen Franken investierte die Stadt Zug «lediglich» 21,2 Millionen Franken. Gründe seien einerseits Einsprachen wie beim Schulhaus Riedmatt, bei der Multifunktionsanlage und bei weiteren Projekten, andererseits hätten verschiedene Projekte mehr Zeit bezüglich Abklärungen benötigt.

Den grössten Betrag beanspruchte mit 8,9 Millionen Franken das Projekt Vorflutleitung, gefolgt von der Sanierung der Liegenschaften im Kolingeviert (4,4 Millionen Franken), dem An- und Ausbau der Schulanlage Riedmatt (3,3 Millionen Franken), verschiedene Strassenprojekte (3 Millionen Franken) sowie diverse Sanierungen von Liegenschaften (2,6 Millionen Franken).  

Gesunde Gemeindefinanzen

Die gute Finanzlage der Stadt Zug manifestiere sich auch in der Bilanz. «Die Kennzahlen liegen durchwegs im positiven Bereich», konstatiert Stadtrat André Wicki. Das Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital sei seit Jahren nie mehr so gut gewesen Das Eigenkapital betrug 2018 80 Prozent – 2014 waren es 65 Prozent. Der Selbstfinanzierungsgrad weise überdurchschnittliche 254 Prozent aus, was aber auch eine Folge der tiefen Investitionen sei.

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