Jolanda Spiess-Hegglin trägt einen Zwist mit Julia Onken aus. (Bild: zvg)
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Jolanda Spiess-Hegglin trägt einen Zwist mit Julia Onken aus. (Bild: zvg)

Verbaler Schusswechsel geht an Jolanda Spiess-Hegglin

2min Lesezeit

Jolanda Spiess-Hegglin streitet sich aktuell mit Mit-Feministin Julia Onken. Nun gelangte der Zwist gar vor den Richter. Onken wurde wegen übler Nachrede verurteilt.

Erst war der Streit zwischen Autorin Julia Onken und Jolanda Spiess-Hegglin nur ein verbales Hin und Her. Doch nun ist die Fehde bis vor die Staatsanwaltschaft gelangt. Diese verurteilte Onken wegen übler Nachrede.

Das Urteil der Bischofszeller Staatsanwaltschaft: Einen Strafbefehl sowie eine Busse von 300 Franken und eine bedingte Geldstrafe von 1700 Franken. Onken hat bereits angekündigt, den Entscheid anzufechten, wie die «Luzerner Zeitung» schreibt.

Ursprung der Zankerei war ein Blogeintrag von Julia Onken, in dem sie über Spiess-Hegglin schreibt. Es fallen darin Worte wie «Fremdgehen», «Fehltritt» und «Filmriss». Onken wirft Spiess-Hegglin vor, sie habe sich nach einer sexuellen Eskapade als Opfer eines Verbrechens dargestellt. Dies habe dem Zweck gedient, sich aus der Verantwortung zu ziehen. Welchen Vorfall die 76-Jährige damit anspricht, ist klar.

Wie kann sie nur?

Der Haken an der Sache: Onken stützt sich auf Medienberichte, die nicht der Wahrheit entsprechen – was bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Blogeintrages bekannt war. In einer Einstellungsverfügung hatte die Zuger Staatsanwaltschaft 2015 festgehalten, dass keine konkreten Beschuldigungen gegen Spiess-Hegglins damaligen SVP-Ratskkollgen Markus Hürlimann erhoben wurden.

Spiess-Hegglin stört sich weniger an der Wortwahl von Onken, als vielmehr an den Unwahrheiten. So fragt sie: «Wie kann eine, die sich Frauenrechtlerin nennt, öffentlich die Ehre einer Frau verletzen?»

Sie spricht im aktuellen Fall von einem Generationenstreit. Onken, einstiges Aushängeschild der Bewegung, spiele in der aktuellen Frauenbewegung eine untergeordnete Rolle. Sie wehre sich gegen andere, neuere Ausprägungen von Feminismus.

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