Baustopp bei Luxus-Villen in Baar

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Ein Zuger Generalunternehmer hat einen Baustopp ausgerufen – zudem schuldet mehreren Handwerkern Geld. Eine Firma musste nun sogar ihre Bilanz deponieren.

In der Bannäbni in Baar sollten 20 Luxushäuser an bester Lage gebaut werden. Doch seit Mitte Dezember geht nichts mehr. Die Generalunternehmung Auconia Ingenieurbau (AIB) hat wegen Zahlungsunfähigkeit einen Baustopp ausgerufen.

Nebst den Bauherren gehören auch etliche Handwerker zu den geprellten, die seit Monaten auf ihr Geld warten. AIB hat seit rund einem halben Jahr kaum mehr Rechnungen bezahlt. Wie Insidern gegenüber dem «Beobachter» berichten, soll die Schadenssumme im zweistelligen Millionenbereich liegen.

Gisikoner Firma ging gar Pleite

AIB-Chef Rolf Aulinger weist jegliche Schuld von sich und seiner Firma. Dem «Beobachter» schreibt er: «Mit der Bauausführung sind auch wir unzufrieden. Darum haben wir unter anderem den Baustopp verfügt» Mit der Bauleitung sei ein externer Dienstleister beauftragt gewesen, dem man aber aufgrund «allfälliger Mängel und sonstiger Defizite» wieder gekündigt habe.

Aulinger sagt, das Geld der Bauherren sei in die Bauten geflossen. So klar scheint dies jedoch nicht zu sein. Handwerker dürfen aufgrund Schweigeklauseln in den Verträgen keine Aussagen machen.

Der Firma Kümin Bau aus Gisikon schuldet Aulinger 236'000 Franken. Dies hat zur Pleite des Unternehmens geführt. «Wir mussten vor wenigen Tagen nach 37 Jahren tadelloser Geschäftsführung die Bilanz deponieren. In zwei Jahren wäre mein Mann in Pension gegangen», sagt Brigitte Kümin zum Beobachter. Aulinger stellt einen «kausalen Zusammenhang» in Abrede.

Probleme auch in Horw

Auch in der Gemeinde Horw ist Aulinger aktiv. Dort hat der Unternehmer ein Grundstück erworben. Seit einem Jahr geht jedoch nichts. Wegen Einsprachen, wie es heisst. Es dürfte nicht der einzige Grund sein.

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