Der Luzerner Oberstaatsanwalt Daniel Burri gibt Journalisten Auskunft – jedoch nicht zum Fall Villiger. (Bild: les)
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Der Luzerner Oberstaatsanwalt Daniel Burri gibt Journalisten Auskunft – jedoch nicht zum Fall Villiger. (Bild: les)

Luzerner Staatsanwaltschaft schweigt zum Fall Villiger

2min Lesezeit

Aktuell untersucht ein ausserordentlicher Staatsanwalt, ob die Luzerner Staatsanwaltschaft im Fall Villiger richtig gehandelt hat. Der im Fokus stehende Staatsanwalt hätte eigentlich befördert werden sollen. Nach einer Krankheit ist er nun aber an seine alte Stelle zurückgekehrt. 

Diesen Dienstag präsentierte die Luzerner Staatsanwaltschaft die Jahresstatistik 2018. Der Staatsanwaltschaft geht die Arbeit nicht aus (zentralplus berichtete). Aussen vor blieben Äusserungen zum Fall Villiger. Die Luzerner Staatsanwaltschaft hatte im letzten Herbst ein Verfahren gegen den Zuger Regierungsrat wegen Urkundenfälschung eingestellt. 

Doch die Angelegenheit ist nicht ausgestanden. Nachdem die Forderung nach einer externen Untersuchung im Kantonsrat chancenlos blieb (zentralplus berichtete), reichte eine Privatperson Anzeige ein. Zwei Zürcher Staatsanwälte überprüfen derzeit, ob der Einstellungsentscheid der Luzerner Behörden gegen den Verdacht auf Urkundenfälschung seitens Zugs Sicherheitsdirektor rechtens war (zentralplus berichtete).

Gerne hätte zentralplus Oberstaatsanwalt Daniel Burri zum Fall Villiger befragt. «Wir können uns nicht äussern, solange die externe Untersuchung läuft. Liegen die Ergebnisse dieser vor, werden wir Stellung nehmen», sagt Burri. Der Kommunikationslead liege beim ausserordentlichen Staatsanwalt aus Zürich. Auch zur internen Aufarbeitung des Falls nahm er keine Stellung.

Zuständiger Staatsanwalt trat neue Stelle nicht an

Der zuständige Staatsanwaltschaft im Fall Villiger, Michael Bucher, ist nach einem krankheitsbedingten Ausfall wieder bei der Staatsanwaltschaft tätig. Bucher hätte eigentlich aufs neue Jahr eine neue Stelle als Leiter der Staatsanwaltschaft Sursee antreten sollen. Er verzichtete jedoch aus gesundheitlichen Gründen auf diese Beförderung. Einen Zusammenhang mit dem Fall Villiger habe dieser Entscheid jedoch nicht. Die Stelle wurde daraufhin an Georges Frey vergeben. Bucher arbeitet weiterhin als untersuchender Staatsanwalt.

Oberstaatsanwalt Burri sagt: «Die Belastung der Staatsanwälte nimmt wegen immer komplexeren Fällen stetig zu. Gesundheitliche Probleme sind eine direkte Folge des steigenden Drucks.» 

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