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Der Baarer SVP-Kantonsrat Beni Riedi regt sich in seinem Leserbrief darüber auf, dass am Orientierungsabend der Schule für Eltern Kulturvermittler im Einsatz stehen. Diese seien teuer und womöglich gar kontraproduktiv, argumentiert er. 

Am Orientierungsabend für Eltern, deren Kinder neu in Baar eingeschult werden, stehen auch «Kulturvermittler» zur Verfügung. Diese beantworten Fragen auf portugiesisch, kroatisch, serbisch, albanisch, bosnisch, arabisch, türkisch, kurdisch, tamilisch und tigrinya. Schon interessant, dass so viel Geld für diverse Übersetzer, «Kulturvermittler», Therapeuten etc. vorhanden ist, aber gleichzeitig an anderen Orten um jeden Franken gekämpft werden muss. Ein exemplarisches Beispiel zeigte sich im letzten Jahr dabei, dass das Mittagessen der Kinder für eine gewisse Zeit täglich durch die halbe Schweiz gekarrt wurde. Dies, weil die ausserkantonale Konkurrenz offenbar marginal günstiger war.

Das war nicht nur ökologischer Schwachsinn, sondern auch ein Affront gegenüber dem lokalen Gewerbe. Die Prioritäten werden mit solchen Beispielen offensichtlich falsch gesetzt. So sollte doch das oberste Ziel der Integration das Erlernen einer unserer Landessprache sein. Doch genau diese Sprachen suchte man auf der Einladung vergebens. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob solche «Kulturvermittler» nicht sogar kontraproduktiv wirken, da somit die Gäste sich nicht einmal bemühen, eine unserer Sprache zu erlernen. 

Beni Riedi, SVP Kantonsrat Baar

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