Rund 500 Schülerinnen und Schüler haben sich beim Klimastreik für eine klimafreundlichere Politik eingesetzt. (Bild: sah)
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Rund 500 Schülerinnen und Schüler haben sich beim Klimastreik für eine klimafreundlichere Politik eingesetzt. (Bild: sah)

Grüne und SP wollen der Stadt Luzern klimapolitisch Dampf machen

2min Lesezeit

Klimaklug soll die Stadt werden. Das möchten die Luzerner Linken mit drei verschiedenen Vorstössen im Stadtparlament erreichen. Sie denken auch über die Ausrufung eines Klimanotstandes an.

Der letzte Hitzesommer hatte auf kantonaler Ebene bereits die Grüne Partei zu einer Flut von Vorstössen bewegt (zentralplus berichtete), die aktuellen Klimadiskussion und die Klimademos sorgen nun auch für Bewegung in der städtischen Politik.

Die Stadtluzerner SP und Grüne samt ihren Jungparteien finden: «Der menschenverursachte Klimawandel ist zivilisationsbedrohend». Die Rezepte, um Öl, Gas und Kohle zu ersetzen seien ausgereift, wie sie in einer Mitteilung vom Mittwoch schreiben. Sie müssten jetzt flächendeckend umgesetzt werden.

Wärme und Kältenetze bevorzugt

Die Städte sollten dabei eine Vorreiterrolle spielen. Die SP, Juso, Grüne und Junge Grüne verlangen in verschiedenen Vorstössen, dass die Stadt Luzern rasch Alternativen zu Erdgas schafft, massiv mehr Solarstrom erntet, eine sinnvolle Elektromobilität aufbaut und der wachsende Logistikverkehr in CO2-freie Bahnen lenkt.

Konkret will eine Motion, dass Erdgas konsequent durch erneuerbare Energieträger ersetzt wird. Der Stadtrat soll einen Planungsbericht darüber verfassen. Bei den Heizungen will man auf Wärme- und Kältenetz setzen.

Elektromobilität braucht Stromquellen

Eine weitere Motion verlangt eine «flächen- und ressourceneffiziente E-Mobilität». Sprich zum einen den Einsatz von busähnlichen Fahrzeugen und von Kleinfahrzeugen mit Elektromotor anstelle von Vehikeln mit Verbrennungsmotoren. Zum anderen eine eigentliche Strategie, die der Stadtrat erarbeitet und die folgende Punkte umfassen soll:

Sicherstellung eines zukunftsfähigen öffentlichen Ladenetzes, insbesondere mit Schnelllademöglichkeiten; erleichterte Bedingungen und Regulationen für die Installation von Ladestationen für Private; Massnahmen zur Priorisierung von E-Fahrzeugen im  Verkehr; Einbindung der E-Fahrzeuge in ein Stromspeichersystem und Sicherstellung des Strombezuges möglichst aus erneuerbaren Quellen; weitmöglichste Elektrifizierung der städtischen Nutz- und Personenwagenflotte, wie auch des öffentlichen Verkehrs.

Druck von der Strasse ist willkommen

Abschliessend wollen die Linken mit einem Postulat die Entwicklung einer energieeffiziente und weitgehend CO2-freie urbanen Logistik anregen – «auch vor dem Hintergrund des rasant wachsenden Internet-Shoppings mit seinen Hauslieferungen.»

So oder so: Die Luzerner Linken begrüssen den jungen Druck auf der Strasse in Form von Klimastreiks und -Demonstrationen, wie sie ebenfalls mitteilnen. Deren Hauptanliegen, das Ausrufen eines Klimanotstandes soll geprüft werden, sobald die Forderungen ausgearbeitet sind.

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