So könnte das neue Wohnquartier aussehen: Blick vom Vino Vintana auf die verkehrsberuhigte Weichlenstrasse und die Do-it-Halle. (Visualisierung: zvg)
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So könnte das neue Wohnquartier aussehen: Blick vom Vino Vintana auf die verkehrsberuhigte Weichlenstrasse und die Do-it-Halle. (Visualisierung: zvg)

Am geplanten Quartier in Ebikon scheiden sich die Geister

2min Lesezeit

Auf dem MParc-Areal in Ebikon soll ein neues Quartier mit rund 300 Wohnungen entstehen. Dies jedoch nur, sofern die Bevölkerung im Februar zustimmt. Um ihre Gunst kämpfen nun die Parteien. Die Befürworter sehen im Projekt eine Aufwertung, die Gegner sprechen von einem «Monsterprojekt».

«Qube», da ist der Name der neuen Wohnsiedlung mit bis zu 340 Wohnungen, verteilt auf rund ein Duzend teils ineinander verflochteten Gebäude inklusive Hochhaus. Ein modernes Quartier, das mit Carsharing, Co-Working, Grünflächen, Gemeinschaftsräumen und ähnlichen Projekten in die Musik der Zukunft einstimmen soll (zentralplus berichtete).

Im Februar entscheiden die Ebikoner über die Umzonung und den Bebauungsplan, welcher den Rahmen für das Projekt definiert.

«Ebikon vorwärts bringen»

Das überparteiliche Ja-Komitee «Ebikon vorwärts bringen» mit Vertretungen der CVP, FDP und Grünliberalen betont die Aufwertung des Zentrum durch das geplante Bauprojekt. Das Komitee wolle keine leerstehenden Gebäude wie den ehemaligen MParc im Zentrum, sondern ein neues Quartier rund um den Bahnhof. «Mit dem ‹Ja› kann am richtigen Ort mit der Genossenschaft Migros Luzern als richtige Partnerin etwas Neues für die Zukunft entstehen», sagt Co-Präsident Kurt Steiner in einer Medienmitteilung des Ja-Komitees diesen Mittwoch.

Bereits Gemeinderat Hans Peter Bienz und Gemeindepräsident Daniel Gasser hatten sich für das Projekt ausgesprochen. Sie erwähnten den Beitrag zu einem guten Bevölkerungsmix und den Zuzug von neuen Steuerzahlern für die Gemeinde Ebikon.

Nein-Komitee spricht von «Monsterprojekt»

Zu einem Nein zum Bebauungsplan Weichle und zur Teilzonenänderung ruft ein Komitee bestehend aus Mitglieder der Parteien SVP, FDP und CVP. Sie sprechen von einem «Monsterprojekt» und kritisieren vor allem das Wachstum, das durch das Projekt Qube zu verzeichnen wäre. Die daraus entstehende Notwendigkeit des Infrastrukturausbaus (ein zusätzliches Schulhaus, ein Ausbau des öffentlichen Verkehrs) wären, so das Nein-Komitee, nicht von den Einnahmen aus dem Projekt tragbar. Zusätzlich sprechen sie den bereits heute vorherrschenden Wohnungsleerstand in Ebikon an, was eine weitere, grosse Überbauung noch verstärken würde.

Diese Anliegen des Nein-Komitees werden seit diesem Mittwoch von der SVP Ebikon geteilt. Auch sie rufen in einer Pressemitteilung diesen Mittwoch zu einem «Nein» im Projekt Qube auf.

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