Die Gemeinde Neuheim baut möglicherweise eine Asylunterkunft. Bisher nahm sie fast keine Flüchtlinge auf. (Bild: PD)
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Die Gemeinde Neuheim baut möglicherweise eine Asylunterkunft. Bisher nahm sie fast keine Flüchtlinge auf. (Bild: PD)

Trotz Defizit will Neuheim die Steuern senken

1min Lesezeit

Zwar muss die kleine Zuger Gemeinde in neue Strassen, eine Asylunterkunft und die Wasserversorgung investieren und budgetiert deshalb für 2019 einen Verlust von einer Viertelmillion Franken. Dennoch will der Gemeinderat Steuergeschenke verteilen. Er will den Steuersatz um zwei Prozent senken und überdies vier Prozent Rabatt geben. Dazu nimmt er auch höherer Schulden in Kauf.

An der Einwohnergemeindeversammlung vom 11. Dezember 2018 wird der Neuheimer Gemeidnerat das Budget 2019 mit einem Verlust von  252'400 Franken vorlegen.

Bei geplanten Ausgaben von 13,1 Millionen Franken und erhofften Einnahmen von 12,8 Millionen Franken sind es vor allem die Investitionen von 3,6 Millionen Franken, welche die Neuheimer in die Verlustzone bringen wird. Zwar habe die die Erweiterung des Schulhauses praktisch ohne Fremdkapital fertiggestellt werden können, teilte der Neuheimer Gemeinderat am Mitttwoch mit.

Aber in den kommenden Jahrensollen über zwei Millionen Franken in Strassensanierungen geteckt, und für den Bau einer Asylunterkunft 1,2 Millionen Franken budgetiert werden. Ausserdem fallen Aufwendungen  bei der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie  Kosten für die Umsetzung des Landschaftsentwicklungskonzeptes (LEK) an. Dazu soll auch eine vorübergehend höhere Verschuldung in Kauf genommen werden.

Reserve soll aufgelöst werden

In Bezug auf die Steuern «hat sich der Gemeinderat nach den sehr guten Rechnungsabschlüssen von 2016 und 2017 entschieden, der Gemeindeversammlung eine Steuerfusssenkung von 2 Prozent und einen einmaligen Steuerrabatt von 4 Prozenz auf dem kantonalen Einheitssatz vorzuschlagen», hiess es in der Mitteilung.

Trotz der Steuerfusssenkung und des Rabatts rechne der Gemeinderat generell mit etwas höheren Steuereinnahmen. Der Gemeinderat plant darüber hinaus, ab dem Jahr 2019 die Steuerschwankungsreserven schrittweise aufzulösen und so die zukünftigen Rechnungen zu entlasten.

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