Cham will 2019 ein kleines Plus bilanzieren

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Cham unterbreitet der Einwohnergemeindeversammlung vom 3. Dezember 2018 ein ausgeglichenes Budget mit einem leichten Überschuss. Trotz gewich- tiger Investitionen und der Steuersenkung im vergangenen Jahr kann sich die Ennetseegemeinde über eine stabile finanzielle Situation freuen.

Mit einem Ertrag von 91'530'488 Franken und einem Aufwand von 90'741'674 Franken sieht das Budget 2019 der Einwohnergemeinde Cham einen voraussichtlichen Ertragsüberschuss von 788'814 Franken vor.

Gegenüber dem Budget 2018 wird ein Mehrertrag von 4'302'812 Franken erwartet, was einer Steigerung von 4.9 Prozent entspricht. Erfreulich dabei ist die Entwicklung bei den Steuereinnahmen, welche bei den natürlichen Personen um 2.1 Millionen Franken und bei den juristischen Personen um 1.4 Millionen Franken zugenommen haben.

«Es zeigt, dass die langjährige Finanzstrategie und der damit verbundene sorgsame Umgang mit unseren Mitteln der richtige Weg sind.»

Georges Helfenstein, Chamer Gemeindepräsident

Um knapp 1.8 Millionen Franken tiefer wird im kommenden Jahr hingegen der Finanzausgleich ausfallen. Basis für dessen Berechnung ist der Pro-Kopf-Steuerertrag, bei welchem die Einwohnergemeinde Cham jeweils im hinteren Mittelfeld zu liegen kommt. «Dass wir über alles gesehen auch fürs kommende Jahr ein ausgeglichenes Budget mit einem kleinen Plus ausweisen können, freut uns sehr», sagt Gemeindepräsident Georges Helfenstein. «Es zeigt, dass die langjährige Finanzstrategie und der damit verbundene sorgsame Umgang mit unseren Mitteln der richtige Weg sind.»

Der Aufwand wird zum Budget 2018 um 4'673'321 Franekn oder um 5.4 Prozent steigen. Durch die Neubewertung des Verwaltungsvermögens per 1. Januar 2018 steigen die Abschreibungen um 5.7 Millionen Franken. Mit der Neubewertung sollen die effektiven Vermögenswerte in der Bilanz gezeigt werden. Diese Abschreibungen sind nicht liquiditätswirksam, bewirken also keinen Mittelabfluss.

Cham erwartet auch weiterhin eine positive Entwicklung

Nach der Steuersenkung im vergangenen Jahr von 65 auf 61 Prozent soll der Steuerfuss der Einwohnergemeinde Cham weiterhin auf diesem Niveau beibehalten werden. Trotz gleichbleibendem Steuerfuss von 61 Prozent sieht die Entwicklung für die kommenden fünf Jahre durchwegs positiv aus, so Gemeindepräsident Helfenstein.

«Gerade aufgrund dieser Investitionen sind wir erfreut, eine stabile finanzielle Situation vorweisen zu können.»

Georges Helfenstein

Der Investitionsplan sieht für die Jahre 2019 bis 2023 Investitionen in der Höhe von 45 Millionen Franken vor (Vorjahr 2018 bis 2022 42.9 Millionen Franken). Davon sind 19.5 Millionen Franken (43.3 Prozent) bereits bewilligte Projekte.

Bei den geplanten Projekten von insgesamt 25.5 Millionen Franken entfallen 17.4 Millionen Franken auf Schulhausbauten. Hier liegt der Fokus neben den Sanierungen auch auf Erweiterungen, welche im Rahmen der aktuellen Schulraumplanung notwendig sein werden. «Gerade aufgrund dieser Investitionen sind wir erfreut, eine stabile finanzielle Situation vorweisen zu können. Dazu wollen wir auch in den kommenden Jahre Sorge tragen», bilanziert Georges Helfenstein.

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