Trauerbekundung auf der Website des «Rigi Anzeigers» (inzwischen wieder gelöscht). (Bild: Screenshot)
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Trauerbekundung auf der Website des «Rigi Anzeigers» (inzwischen wieder gelöscht). (Bild: Screenshot)

Mediensterben geht weiter: «Rigi Anzeiger» ist eingestellt

2min Lesezeit

Es war absehbar: Die Wochenzeitung «Rigi Anzeiger» wird ab sofort eingestellt. Zuletzt ist sie nur noch online erschienen.

Es war ein absehbares Ende: Im Oktober ist der «Rigi Anzeiger» das letzte Mal als gedruckte Ausgabe erschienen und war seither nur noch online als E-Paper verfügbar (zentralplus berichtete). Nun das endgültige Aus für die regionale Wochenzeitung: «Wir verabschieden uns und sagen Dankeschön», teilte der «Rigi Anzeiger» über seiner Facebook-Seite mit (der Post wurde inzwischen wieder geöscht). Die Zeitung wird ab sofort eingestellt, auch online.

Die letzte Zeitung ist am 6. November erschienen und trug den vielsagenden Titel «Wie die Ruhe vor dem Sturm» auf der Front. Trotz zahlreicher Gespräche und Spendenaufrufen habe das Unvermeidbare nicht abgewendet werden können. «Wir bedauern, diesen Schritt gehen zu müssen», heisst es weiter.

Die Verantwortlichen danken den verbleibenden Inserenten, Lesern und den Gemeinden. «In jedem Ende liegt auch ein Neuanfang», heisst es vielsagend. In den Kommentaren postet die Leserschaft ihre Besorgnis: «Vermisse ihn jetzt schon» oder «war immer schön mit Euch zusammen zu arbeiten und Eure Zeitung zu lesen».

Die Gratis-Zeitung ist seit 50 Jahren wöchentlich in den Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland erschienen. Sie hatte eine Auflage von rund 36'000 Stück. Doch die Inserateeinnahmen sind in letzter Zeit komplett eingebrochen.

Es gehe seiner Wochenzeitung wie vielen Printerzeugnissen in der Schweiz, erklärt Verlagsleiter und Besitzer Roland Gerber kürzlich zu zentralplus. «Der Inseraterückgang ist enorm», so der 74-Jährige aus Inwil, der in den 80er- und 90er-Jahren Verlagsleiter bei den «LNN» und ab 1994 in der Konzernleitung der Tages-Anzeiger AG in Zürich war.

Beim «Rigi Anzeiger» arbeiteten fünf Festangestellte in drei Vollzeitstellen und zahlreiche freie Mitarbeiter. Auf der Geschäftsstelle war am Dienstag-Nachmittag niemand erreichbar.

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