So soll das neue Recycling-Center beim alten KVA aussehen. (Bild: zvg)
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So soll das neue Recycling-Center beim alten KVA aussehen. (Bild: zvg)

So sieht das neue Entsorgungs-Center im Ibach aus

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Der Gemeindeverband Real baut für 18 Millionen Franken eine neue Entsorgungsstelle neben dem Gelände der alten Kehrichtverbrennungsanlage im Ibach. Das Center ersetzt ab 2020 zwei Provisorien: den KVA-Satellit und den Ökihof Emmen.

Auf einer brachliegenden Parzelle neben der stillgelegten Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) im Ibach baut die Entsorgungsorganisation Real ein neues Recycling-Center. Am Dienstag wurde das Baugesuch für den 18-Millionen-Bau eingereicht. Der Neubau ersetzt die bestehenden Provisorien KVA-Satellit und Ökihof Emmen sowie das in die Jahre gekommene Administrationsgebäude.

Doch wieso baut man das neue Center nicht auf dem Platz der alten KVA selbst? Der Rückbau ist ab 2020 vorgesehen, Abklärungen hätten ergeben, dass das Areal aufgrund der beschränkten Platzverhältnisse nicht für das gesamte Recycling-Center gereicht hätte. Zudem wäre auf dem KVA-Areal nur ein weiteres Provisorium möglich gewesen, da dort ab 2026 die Bauarbeiten für den Bypass anstehen, teilt Real mit. Die nutzbare Fläche würde «während der zehnjährigen Bauzeit massiv reduziert», heisst es.

Hingegen könne auf dem Gelände in Richtung Sedelkreuzung eine längerfristige Lösung sowohl für Gewerbe als auch für Private realisiert werden, schreibt Real weiter. Das Grundstück gehört bereits dem Gemeindeverband Real und liegt in einer Zone für öffentliche Entsorgungseinrichtungen, es biete somit die geeigneten Voraussetzungen für das Projekt.

Kein Stau, versprechen die Planer

Im neuen Recycling-Center sind der regionale Ökihof (für Haushalte), der Ökihof für das Gewerbe und die Räume für die Logistik (Sammeldienst) geplant. Ein «ausgeklügeltes Verkehrskonzept» mache Abläufe flüssig und verhindere Rückstau, versichert Real. Für gewerbliche Fahrzeuge wird es einen direkten separaten Weg zum Ökihof geben.

Dank eines grossen Vordachs aus Holz werden die Kunden beim Entladen vor Regen geschützt sein. Die Halle selbst wird zu keinem Zeitpunkt mit einem PW befahren. Sowohl für die neue Recycling-Halle als auch für das neue Verwaltungsgebäude sind demontierbare Holz-/Stahlkonstruktionen vorgesehen und es werden möglichst Recyclingmaterialien eingesetzt. Auf dem Hallendach ist zudem eine Photovoltaik-Anlage geplant.

Baubeginn für das Recycling-Center und für das Verwaltungsgebäude ist für Frühling 2019 geplant. Sämtliche Bauarbeiten sollen bis Mitte 2020 abgeschlossen sein. Derzeit wird das Baugesuch von den zuständigen Behörden geprüft.

Ein Vordach schützt vor Regen.
Ein Vordach schützt vor Regen. (Bild: zvg)

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