Für einmal nahmen die Jugendlichen die Sitze der Luzerner Kantonsparlamentarier in Beschlag. (Bild: zvg)
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Für einmal nahmen die Jugendlichen die Sitze der Luzerner Kantonsparlamentarier in Beschlag. (Bild: zvg)

Jungpolitiker wollen bei Digitalisierung vorwärts machen

3min Lesezeit

Digitalisierung, politische Bildung, Verkehr und Food Waste standen im Zentrum der 5. Session des Luzerner Jugendparlaments. Die jungen Parlamentarierinnen und Parlamentarier überwiesen am Freitag eine Petition zum Thema Digitalisierung der Lehrmittel an den Kantonsrat.

Zur Eröffnung der Jugendsession 2018 vom letzten Freitag sagte Regierungspräsident Robert Küng: «Engagement kennt kein Mindestalter. Sie alle, liebe Jugendparlamentarierinnen und Jugendparlamentarier, liefern den Beweis, dass sich junge Menschen sehr wohl für Politik interessieren. Mit Ihrem Einsatz an der Jugendsession zeigen Sie, was politische Arbeit bedeutet, nämlich mit Überzeugungskraft und Herz wichtige und anspruchsvolle Themen zu diskutieren.»

Kantonsratspräsidentin Hildegard Meier-Schöpfer fügte in ihrer Rede hinzu: «Im Jugendparlament werden auch wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Die Jugendlichen lernen, einander zuzuhören, mitzureden, mitzuentscheiden und geduldig zu sein. Insbesondere lernen sie auch mit Niederlagen umzugehen, um sich anschliessend wieder gestärkt neuen politischen Aufträgen zu widmen.»

Politische Bildung, Verkehr und Food-Waste

Diese Voten setzten die rund 100 Teilnehmenden der diesjährigen Jugendsession engagiert in die Tat um. Die Jugendlichen erörterten in Gruppenarbeiten die Themen Digitalisierung, politische Bildung, Verkehr und Food Waste. Unterstützt wurden sie von Studenten des Zentrums für Menschrechtsbildung der Pädagogischen Hochschule Luzern und Fachpersonen aus den jeweiligen Themenbereichen.

Anschliessend formulierten die Jugendlichen mithilfe von erfahrenen Politikerinnen und Politikern ihre Forderungen und diskutierten im Plenum. Letztlich stimmten die Teilnehmenden über eine Petition ab, die Staatsschreiber Lukas Gresch-Brunner übergeben wurde. Das Jugendparlament fordert, dass die bestehenden Lehrmittel digitalisiert und die Entwicklung digitaler interaktiver Lehrmittel gefördert wird.
Jugendsession wiederum sehr erfolgreich.

Organisatoren zufrieden

Der Verein Jugendparlament Kanton Luzern (JUKALU) zieht nach der Session eine positive Bilanz. «Die Jugendsession ist ein Projekt, das Jung und Alt begeistert», sagt Kim Rast, Co-Präsidentin von Jukalu. Die Vorbereitung der Sessionen sei harte Arbeit, da es das Interesse bei den Jugendlichen, in den Klassen und bei den Politikerinnen und Politikern zu wecken gelte.

Das Engagement aller sei jedoch immer enorm. Jonas Ineichen, Co-Präsident des Vereins Jukalu ergänzt, dass die Diskussionskultur – unabhängig vom Alter der Teilnehmenden – von Fairness und Respekt geprägt sei. Das Jugendparlament biete die Möglichkeit, den Luzerner Jugendlichen aufzuzeigen, dass politische Partizipation bereits in jungen Jahren möglich und wichtig ist.

Die Dienststelle Soziales und Gesellschaft des Kantons Luzern hat den Verein Jukalu beim Aufbau des Jugendparlaments in den vergangenen Jahren begleitet und unterstützt. «Ich bin sehr beeindruckt von der hohen Selbständigkeit und Professionalität, mit welcher der Verein Jukalu die Sessionen des Jugendparlamentes organisiert», sagt Judith Schwingruber Keller, Fachperson Kindheit-Jugend-Familie der Dienststelle Soziales und Gesellschaft.

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