Die Viscosistadt in Emmenbrücke befindet sich im Wandel. (Bild: Google Maps)
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Die Viscosistadt in Emmenbrücke befindet sich im Wandel. (Bild: Google Maps)

Warum der Eingang zur Viscosistadt einen italienischen Namen bekommt

1min Lesezeit

Was hat die norditalienische Provinz «Belluno» in Emmen zu suchen? Sie gibt dem Eingangstor zur Viscosistadt den neuen Namen: Belluno-Platz. Es ist eine Erinnerung an die ehemals vielen Arbeiterinnen aus der Region.

Belluno ist eine Stadt mit 35'000 Einwohnern und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz nördlich von Venedig. Und Belluno heisst neu auch ein Platz in Emmenbrücke: Das Eingangstor zur Viscosistadt wird zum «Belluno-Platz». 

Die Namensgebung sei eine Hommage an Viscose-Arbeiterinnen aus der gleichnamigen Provinz in Norditalien, teilt die Viscosistadt mit. Ab den 1920er-Jahren habe die Société de la Viscose Suisse beim kantonalen Fremdenpolizeibüro regelmässig Gesuche «um Erteilung der Einreisebewilligung und Erlaubnis zur Annahme von Arbeit» gestellt.

Viele der Arbeiterinnen stammten aus der Provinz Belluno, deshalb der neue Name Belluno-Platz. Dieser stehe stellvertretend für alle Frauen und Männer, die von 1920 bis 1970 nach Emmenbrücke kamen und zum Teil ihr ganzes Leben in der neuen Heimat verbracht haben, heisst es in der Mitteilung.

Der neue Platz wird am 18. Oktober unter anderem mit dem Emmer Gemeindepräsidenten Rolf Born und Historiker Kurt Messmer eröffnet.

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