Am Rain: Hier möchte die Eisenbahner Baugenossenschaft schon lange bauen. Doch die aktuellen Bestimmungen verhindern dies. (Bild: Screenshot GoogleMaps)
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Am Rain: Hier möchte die Eisenbahner Baugenossenschaft schon lange bauen. Doch die aktuellen Bestimmungen verhindern dies. (Bild: Screenshot GoogleMaps)

Ortsbildschutzzone B: Parlament will keine Lockerung

1min Lesezeit

In der Stadt Luzern gelten strenge Regeln, was den Abriss von Gebäuden in der Ortsbildschutzzone B betrifft. Der Stadtrat möchte dies gerne ändern. Auch weil dringende Bauprojekte nicht realisiert werden können. Das Parlament wollte davon aber nichts wissen.

Die Wohnbaugenosenschaft Geissenstein und die Luzerner Hotelfachschule haben etwas gemeinsam. Beiden sind bei Neubauprojekten die Hände gebunden. Dies, weil das rigide Gesetz es verbietet, alte Gebäude, die in der Ortsbildschutzzone B stehen, abzureissen. Selbst dann, wenn sie selber gar nicht schützenswert sind.

Weil die Bestimmung also dringen notwendige Bauprojekte auf die lange Bank schieben, wollte der Stadtrat das Gesetz lockern. Voraus ging eine Motion der FDP. Im Grundsatz war sich das Parlament denn auch einig. Dennoch erteilte es der Lockerung eine Abfuhr. Mit 23 zu 21 Stimmen versenkte es die Vorlage.

Keine generelle Lockerung

«Das wollte so niemand. Wir haben damals einen Bock geschossen», sagte SP-Grossstadtrat Nico van der Heiden. Damit spielte er auf die Revision der Bau- und Zonenordnung an. Diese wurde 2014 überarbeitet – mit den bekannten Auswirkungen.

Trotzdem ging die Forderung der FDP der Mehrheit zu weit. Die Freisinninge forderten, dass Gebäude innerhalb der Ortschutzzone B abgerissen werden können, wenn ein grosses öffentliches Interesse dafür besteht.

Ins gleiche Horn stiess Baudirektorin Manuela Jost: ««Wir wollen keine generelle Lockerung der Bestimmungen», sagte die Stadträtin der Grünliberalen. Viel lieber würde sie bei Bedarf entsprechende Gebäude und Areale aus der Zone B ausnehmen. Eine leichte Lockerung der Regeln wird vom Stadtrat aber dennoch angestrebt. Er macht sich nun an die Ausarbeitung eines neuen Vorschlages.

 

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