Laut dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) betragen die Reinigungskosten des Litterings in der Schweiz jährlich ca. CHF 200 Millionen. (Bild: pixabay)
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Laut dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) betragen die Reinigungskosten des Litterings in der Schweiz jährlich ca. CHF 200 Millionen. (Bild: pixabay)

Aktivistin: «Luzern ist peinliches Schlusslicht»

2min Lesezeit

Diesen Freitag und Samstag findet der Clean-Up-Day statt. Gemeinden, Schulklassen, Vereine und Unternehmen sammeln in der ganzen Schweiz herumliegenden Abfall ein. Nur in der Stadt Luzern läuft so gut wie nichts. Gerade mal zwei Firmen haben sich für die Aktion eingetragen: Der Fast-Food-Riese McDonalds und die Kommunikationsagentur «scharfsinn». 

Egal ob auf Reisen, im heimischen Quartier oder im Geschäftsalltag: Ein wertschätzender Umgang mit Natur und Umwelt ist den freiwilligen Aufräumerinnen wichtig. «Wir sind als Texter- und Fotografinnen auch international im Einsatz», sagt Micha Eicher, Geschäftsführerin der Kommunikationsagentur «scharfsinn.» Sie hat schon Clean-up-Aktionen auf den Malediven, im Sinai und in Sizilien begleitet. «Da sieht man einiges. Dass wir aber in der reichen und gut gebildeten Schweiz immer mehr auf achtlos weggeschmissenen Abfall treffen, am Strassenrand, auf Kuhwiesen, in den Bergen, das geht mir einfach nicht in den Kopf.» Darum hat die Agentur auf Social Media zur Teilnahme am Clean-up-Day aufgerufen.

Zürich an der Spitze

In der ganzen Schweiz finden am 14. und 15. September verschiedene Aktionen statt. Auf der Webseite des Clean-Up-Days, der von der IGSU (IG saubere Umwelt) organisiert wird, sind sämtliche Anlässe aufgeführt: 157 Aktionen im Grossraum Zürich, 52 in der Stadt Zürich, 36 in Basel, 25 in Bern und 3 in Zug. «Nur Luzern ist das Schlusslicht mit zwei Anmeldungen. Das finden wir peinlich.» Eicher lässt sich dennoch nicht abhalten und will mit ihrem Helferteam am Samstagmorgen in der Innenstadt mit Sack und Handschuhen aufkreuzen. «Im Wasserbecken des KKLs zum Beispiel siehts aus wie in einem gefluteten Abfalleimer. Und mittendrin schwimmen die Enten.» Eicher will keinen Mahnfinger erheben. «Mir geht’s ums Handeln statt der Faust im Sack. Ausserdem ist mir grad auf der Brücke beim KKL selber schon mal eine Gabel durch den Spalt gefallen. Die will ich nun eigenhändig rausholen.»

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