Plan ehemaliges Kantonsspital-Areal: Für die Baufeldern B, D1 und D2 wird ein Investoren- und Architekturwettbewerb ausgeschrieben. (Bild: zvg)
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Plan ehemaliges Kantonsspital-Areal: Für die Baufeldern B, D1 und D2 wird ein Investoren- und Architekturwettbewerb ausgeschrieben. (Bild: zvg)

Hotel, Restaurant, Wellness – Ideen werden gesucht

3min Lesezeit

Die Baudirektion des Kantons Zug bereitet den Ideen- und Investorenwettbewerb auf dem Areal des ehemaligen Kantonsspitals an der Artherstrasse in Zug vor. Damit wird die Umsetzung des rechtskräftigen Bebauungsplans begonnen. Zukünftig soll im Zentrum dieser Toplage ein attraktiver Nutzungsmix mit grosser öffentlicher Ausstrahlung entstehen.

Die Zuger Baudirektion bearbeitet zurzeit Projekte, die – einem Schachbrett ähnlich – in terminlicher Hinsicht in verschiedenen Abhängigkeiten zueinander stehen. «Aus diesen Gründen haben wir eine Auslegeordnung gemacht und eine entsprechende Priorisierung vorgenommen.» Wie sich gezeigt hat, ist das Vorgehen beim Areal des ehemaligen Kantonsspitals Zug von zentraler Bedeutung, denn dieses dient für einige Hochbau-Projekte als Provisorien. «Es kann nämlich erst dann selbst überbaut werden, wenn vorab diverse andere Hochbau-Projekte realisiert und bezogen sind», erklärt Baudirektor Urs Hürlimann.

Areal an einmaliger Lage

Das Areal des ehemaligen Kantonsspitals verfügt über eine prächtige, unverbaubare Sicht auf den Zugersee sowie das Alpenpanorama. Seit dem Umzug nach Baar beherbergt es verschiedene Zwischennutzunge (zentralplus berichtete). In den nächsten Jahren soll an dieser Stelle ein Nutzungsmix mit öffentlicher Ausstrahlung entstehen. Zu diesem Zweck plant die kantonale Baudirektion einen Ideen- und Investorenwettbewerb für die ersten drei Baubereiche, dem später ein Architekturwettbewerb folgen wird.

Diesen Mittwoch informierte die Baudirektion über das Verfahren und dessen Rahmenbedingungen und bekam dazu wertvolle Impulse. Diese gilt es nun aufzuarbeiten, ehe der Wettbewerb öffentlich ausgeschrieben wird. Insgesamt waren die Interessenten voll des Lobes über die Vorarbeiten.

So geht's weiter

Mit dem Verfahren will der Kanton Zug mit der Umsetzung der ersten Stufe beginnen. Dabei sollen in einem Ideen- und Investorenwettbewerb geeignete Teams aus Investoren, Betreibern und Spezialisten ein Nutzungs- und Betriebskonzept sowie eine Baurechtsofferte einreichen. Aufgrund der ausserordentlichen Qualität des Areals stellen sich besonders für die zentralen Baufelder B, D1 und D2 hohe Ansprüche an die Architektur und die Aussenräume.

Daher soll das ausgewählte Nutzungskonzept in einer zweiten Stufe in einem Architekturwettbewerb städtebaulich und räumlich konkretisiert werden. Der Kanton Zug erhofft sich vom Verfahren einen hervorragenden architektonischen Beitrag mit einem überzeugenden Nutzungsangebot und einem wesentlichen Mehrwert für das Areal im Süden der Stadt Zug (zentralplus berichtete)

Ein lebendiges Stück Stadt

Damit soll sichergestellt werden, dass sich aus dem ehemaligen Kantonsspitalareal ein lebendiges Stück Stadt entwickeln kann. Im Baubereich B mit der grosszügigen Seeterrasse sind publikumsattraktive, öffentliche Nutzungen mit Ausstrahlungskraft erwünscht (z.B. aus den Bereichen Kultur, Kunst, Theater, Musik, Unterhaltung, Ausstellung, Bildung, Kongresse und Veranstaltungen, Wellness etc.), während der Baubereich D2 für gastronomische Zwecke (Restaurant, Bar, in Kombination mit Baubereich D1) vorgesehen ist. Besonderes Augenmerk gilt dem Baubereich D1, in dem sich ein zu erhaltendes denkmalgeschütztes Gebäude aus den 1930er-Jahren befindet, das sich für ein Hotel oder eine hotelähnliche Nutzung eignet.

Das Verfahren wird in drei Schritten abgewickelt. Zunächst geht es um Grobkonzepte sowie die Machbarkeit (Ende 2019). Danach folgt der Architekturwettbewerb zusammen mit den weiteren Baufeldern (Ende 2021). Die Ausführung der Projekte durch den Investor erfolgt ab Anfang 2025.

 

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